EIBAJO´s







Urlaub - Nicht immer Erholung,
aber immer erholsam für Körper und Geist


 

 

 

 

 2019

Tour 72 - 16.03.2019 - 04.06.2019 Frankreich-Spanien-Portugal

 

08:45 Uhr gestartet bei leichtem Nieselregen und bedecktem Himmel wurde es nachmittags trocken bei 16 Grad. Das Alter machte sich direkt bemerkbar, ein Jahr lang ohne Navitrulla gefahren, hat der Chauffeur vergessen, dass man der elektronischen Stimme ohne Wenn und Aber zu folgen hat. Nach dem 3. Mal Verfahren hat Johannes aber dann doch geschnallt, dass Frauen immer Recht haben und nachdem der Stau auf der Autobahn bei Lahr auch überstanden war, sind wir nach 567 km Fahrt auf Camping Du Pasquier in Dole angekommen und ohne Rast und Ruh abends einkaufen gegangen.


 

 

17.03.2019

10:00 Uhr Temperatur ist auf 20 Grad angestiegen und die Sonne scheint, also wieder rein ins Auto und ab nach Avignon -448km nur- auch hier auf bekannten Platz Camping du Pont Ávignon . Es gibt wunderbare Fotos von der Brücke bei Sonnenuntergang, Johannes derweil schaut das Eintracht-Spiel auf dem Tablet draußen vor dem Wohnwagen für Extra Wlanknete.

 



18.03.2019 - 20.03.2019

09:00 Uhr pünktlich gestartet zur nächsten Etappe, es ist immer noch trocken, unterwegs jedoch plötzlich Wolken, es regnet 3 Minuten, dann jedoch kommt wieder die Sonne raus. Nach 495km erreichen wir Camping Vilanova Park, gestern abend war es bedeutend wärmer, weshalb wir unser karges Abendessen im Wohnwagen zu uns nehmen. Hier wollen wir 3 Nächte bleiben, von mir geplant war eigentlich ein Besuch der Rambla mit kulinarischen Ergüssen und natürlich auch ein Wiedersehen mit Dieter und Mila. Bei Sonnenschein am nächsten Morgen konnten wir draußen frühstücken und wir waren sonnenhungrig und verbrachten anstatt Rambla den Tag mit Nichtstun und Guck-in-die-Sonne. Am nächsten Tag besuchten wir dann die beiden nachmittags und nun müssen wir natürlich nochmal hin, weil Rambla und dergleichen immer noch ausstehen.




 

21.03.2019 - 22.03.2019

09:45 Uhr herrlicher Sonnenschein, wir starten zur nächsten Etappe, direkt an der Ausfahrt des Campingplatzes ramponieren wir aber erst einmal unser Stützrad und fahren anschließend Landstraße auf 1700 Höhenmetern, passieren den Greenwich-Meridian und kommen nach 418km schließlich auf Camping Ciudad de Albarracin an. Greenwich erinnert mich daran, dass die diesjährige Reise eigentlich nach England/Schottland/Irland gehen sollte. Da aber die Briten unbedingt den Brexit zu dem von uns beschlossenen Reisetermin proben wollten, die Iren daraufhin wieder Randale machten, es bereits die ersten Todesopfer gab, haben wir beschlossen, die sollen ohne uns glücklich werden.

Den engsten Stellplatz haben wir dann bezogen, argwöhnisch beäugt von Wohnmobilisten, die auf schönen großen neu angelegten Plätzen mit Ausblick auf Albarracin hausten. Das Stützrad wurde notdürftig wieder in Form gekloppt und hat die ganze Fahrt tatsächlich gehalten. Am nächsten Morgen bei herrlich blauem Himmel machen wir uns auf und erklimmen mit Motorkraft den Berg von Albarracin und laufen ein wenig durch die Straßen dieses Ortes. Anschließend fahren wir noch einmal nach Teruel, vorbei am Flugplatz, stellen fest, die Wirtschaft mit ausrangierten Flugzeugen hat richtig Fahrt aufgenommen, sogar die Lufthansa hat dort 3 große Maschinen abgestellt und laufen ein wenig durch Teruel. Weil so schönes Wetter, beschließen wir sogleich, draußen sitzen und mal schön Kaffee trinken. Johannes bestellt ne weiße Schokolade mit minimum 1000 Kalorien Inhalt. Obligatorisch kommen auch Tapas selbst ohne Alkohol. Weil wir noch keinen Bock hatten, auf den Campingplatz zurück zu fahren, suchte Johannes wieder kleine Wege und fand auch nen ausgewiesenen Forstweg, der uns durch ein herrliches Wandergebiet führte. Gleich am ersten Parkplatz angehalten, ausgestiegen, trauten wir unseren Augen kaum, als wir Albarracin von weitem aus einem ganz anderen Blickwinkel sahen, denn erst hier erkannten wir, wie die Stadtmauer sich komplett um die Stadt schmiegt. Also fuhren wir den gut ausgebaut und asphaltierten Forstweg noch weiter und kamen an beeindruckend roten und runden Felsformationen vorbei. Ein wunderschönes Wandergebiet haben wir entdeckt.

 


 


23.03.2019 - 25.03.2019

10:00 Uhr Der Tag beginnt nicht gut. Wir stellen fest, der Mover hat mal wieder den Geist aufgegeben, also müssen wir mit Muskelkraft ran und den Wohnwagen an die Anhängerkupplung schaffen, na das kann ja heiter werden. Das Wetter jedoch ist immer noch sehr schön und so starten wir zur nächsten Etappe, diesmal nur 110 km zu Camping Caravaning Cuenca. Ein riesiges Areal erwartet uns, so dass wir keine Last haben, einen Platz zu finden, wo wir einfach ohne Mover als Hilfsmittel hinkommen. Das soll im Übrigen auch auf der kompletten Reise so bleiben, ich gewöhnte mir an, schon an der Rezeption darauf hinzuweisen, dass wir alt und schwach sind, der Mover defekt, wir also einen Stellplatz benötigen, der…. usw usw. Nochmal zum Platz, weitläufiges Areal stehen wir fast alleine dort, Louie kann sogar ohne Leine und ein sehr gutes Sanitärgebäude und Auslauf ohne Ende zum Spazierengehen. Nachmittags plötzlich für 30 Minuten Regen, danach wieder Sonne, aber es ist Abends kühl geworden, wieder nichts mit draußen essen. Am nächsten Morgen fahren wir zum Teufelsfenster, einem Aussichtspunkt, den wir gestern im Vorbeifahren schon sahen. Es hat sich gelohnt, hier auszusteigen, überwältigende Aussicht und der Souvenirshop hatte einen Keramikschmetterling für mich. Abends auch wieder zu kühl zum Draußen essen. Nächster Tag gleich morgens los gefahren nach Cuenca, dort vor dem Tor geparkt,  und ein wenig rumgelaufen und fotografiert. Beim Weiterfahren prompt gemerkt, dass wir die Strasse noch hätten 30 meter weiter laufen müssen bis zur Kirche. So war es wieder nichts, müssen wir nochmal hin. Dann haben wir uns auf den Weg gemacht, den Parkplatz der Wohnmobilisten vom vergangenen Jahr zu finden, was allerdings nicht gelang. Dafür haben wir aber einen weiteren Forstweg gefunden und sind immer bergauf gefahren und ganz am Ende steht diese riesige Säule mit dem Heiligen drauf, die man immer von unten sah. Aha, so kommt man also hin. Und tolle Fotos von ganz Cuenca kriegt man hier hin. Danach sind wir dann noch durch ein weiteres Naturschutzgebiet gefahren, vorbei an künstlerisch gruppierten Baumstämmen und Ästen, tanken, Einkaufen, fertig.

 


  

26.03.2019 - 27.03.0219

Fahrt nach Sta. Elena bei herrlichem Sonnenschein und 20 Grad, nehmen wir noch einen winzigen Umweg in Kauf, um noch einmal Alarcon von weitem zu betrachten, wussten wir doch vom letzten Mal, dass man auf den Parkplatz auch mit Anhänger passt. Es hat sich gelohnt, wirklich eine tolle Landschaft. Die Etappe ist 342km lang und wir erreichen Camping Despenaperros. Auch hier waren wir bereits einmal gewesen. Leider hatte es damals geregnet, diesmal glücklicherweise nicht, denn die rote Erde wären wir wohl nie wieder losgeworden. Es ist dies die erste Nacht, die frostfrei ist und wir können abends draußen essen. Am nächsten Morgen brechen wir auf nach Baeza und Ubeda, betrachten in den Orten Kirchen und anschließend gehen wir Mittagessen. Johannes muss Schinken bestellen, während ich Octopus gegrillt bekomme, obwohl ich was anderes gerne gehabt hätte.  Gut so, denn jetzt weiß ich, dass ich die in Griechenland unbedingt nochmal essen muss. Der Gruß aus der Küche war noch das gleiche köstliche mit Olivenkräuteröl beträufelte und mit Bratenfleisch belegtes Crustini.

 



28.03.2019 - 30.03.2019

Die Fahrt nach Granada von 175km  verläuft problemlos, das Wetter ist immer noch top, nachts kein Frost mehr. Der Campingplatz Alto de Vinuelas ist überraschenderweise ziemlich voll, da wir jedoch früh da sind, gelingt es uns, einen Platz zu ergattern, der ohne Mover gerade noch so zu handeln ist. Am nächsten Morgen gleich los nach Guadix, leider fanden wir mal wieder keinen Parkplatz vor der wirklich vielversprechend aussehenden Kathedrale, obwohl wir 2x Anlauf nahmen. Also haben wir die Höhlensiedlungen nochmals angesehen, schnell noch im Shop ein kleines Tässchen erstanden und dann ging es wieder zurück über kleine Gebirgssträsschen, mit Stop an Kamermikbude, um mal der spanischen Wirtschaft auf die Beine zu helfen.

Am nächsten Tag hat Johannes versucht, den Mover wieder hinzubekommen, der Versuch war  jedoch leider nicht von Erfolg gekrönt. Frustriert sind wir Einkaufen und Tanken gefahren und haben nachmittags versucht, die Alhambra von der wohl photogensten Stelle abzulichten, was aber selbstredend daran scheiterte, dass keine Parkmöglichkeiten vorhanden waren.




31.03.2019 – 02.04.2019

Die heutige Etappe nach Ronda ist 214km lang und führt uns zum Camping El Sur, der schon im Empfangsbereich einen Supereindruck vermittelt. An der Rezeption wird mir gleich angeboten, doch statt der geplanten 2 Tage Aufenthaltsdauer lieber 3 Tage zu bleiben, weil dann der Platz nur 20 Euro pro Tag kosten würde. Na mal sehen. Weil für morgen Regen gemeldet ist, fahren wir lieber heute nachmittag schnell noch die schon bekannte Holperstraße Richtung E-Werk und schauen uns die Brücke von unten an. Dann fahren wir schnell nochmal über die Brücke, weil die Rezeptionslady irgendwas davon erzählt hat, dass die Durchfahrt uhrzeitmäßig eingeschränkt sei.

Am nächsten Tag (der Wetterbericht hatte leider Recht – es regnet Strippen) fahren wir dennoch in die weißen Dörfer und besuchen auch unser blaues Dorf. Da es den ganzen Tag am Regnen ist, macht auch das Herumfahren keinen Spaß, also suchen wir uns einen Mercadona und versuchen, die zur Neige gegangenen Anisvorräte zu ersetzen, was leider nur mäßigen Erfolg hatte. Marie Brisard haben wir erstanden, der jedoch nur mittels Zitronensaft von Milagros Baum einigermaßen genießbar war.

Glücklicherweise scheint am nächsten Morgen wieder die Sonne und so fahren wir sogleich los, um uns die Brücke und die Stadt mal per pedes anzusehen. Von unten hatten wir schon gesehen, dass da eine Aussichtsplattform gebaut wurde, die 2014 noch nicht da war. Einen sehr guten Blick hatte man vom dort natürlich nach unten, wobei uns diese Seite des Geländes ja bereits bekannt war. Nachdem Johannes ne olle Steinbank auf der Brücke zum Verschnaufen fand, haben wir dann aber den Blick  zur anderen Seite schweifen lassen und hier war es richtig interessant, wenn auch leider von vielen Asiaten mit Selfiesticks belagert. Anschließend bin ich noch schnell in die älteste Stierkampfarena Spaniens zur Besichtigung geflitzt, Souvenirs gekauft um dann mit dem Auto nach Sentinel zu fahren. War eine sehr schöne Rundfahrt.

 

 

 



 

03.04.2019 – 08.04.2019

Nur 188km umfaßt die heutige Etappe zum Camping Roche in Conil de la Frontera. Auch dies ein neuer Campingplatz für uns, etwas weiter vom Ort entfernt als der sonst angefahrene, riesig groß und kaum belegt, gutes Sanitärgebäude, eine rundum glückliche Entscheidung. Schnell fahren wir nochmal nach Conil schauen ob noch alles ist, wie es war und dann wird erstmal nach dem Einkaufen Wäsche gewaschen und gesonnt.

Am nächsten Morgen wieder herrlich blauer Himmel, ab nach Conil zum Strand, den armen Louie erschrecken, danach in die Stadt gelaufen. Leider war der Souvenirshop von 2014 geschlossen, weswegen wir uns ein Eis zu Gemüte führten und sind dann nochmal an den Leuchtturm gefahren, um  Louie zu fotografieren.

In der Nacht kommt leider Sturm auf und es regnet bis zum Mittag. Also nur kurz zum Einkaufen und fertig. Auch am nächsten Tag regnet es noch bis Mittags, also wird ein wenig Ordnung gemacht und Eintracht geschaut. Am nächsten Morgen wolkig aber trocken und so beschließen wir, nach Cadiz zu fahren. Dort ließen wir uns einen Fischteller und Iberico-Schinken schmecken, machten noch ne kurze Stadtrundfahrt und fahren schließlich über die 09/2015 fertiggestellte neue Brücke zurück zum Campingplatz.

Der nächste Morgen ist warm und trocken, also ab mit uns nach Jerez. Leider gibt es keinerlei Parkhäuser in der Nähe der Kathedrale, also ist es mal wieder nichts mit Ansehen. Daher fahren wir nur noch an die neue Gastanke nach Chiclana, erfreuen uns diebisch an der Bronzestatue im Kreisel, den wir daher mehrmals umrunden und genießen dann den letzten Tag hier am Campingplatz.



 

09.04.2019 - 12.04.2019

Bei wunderschönem Wetter fahren wir die 218km nach El Rocio, an der Rezeption mein übliches Sprüchlein, worauf die Dame mir einen Platz zuweist, wo wir gut rückwärts mit dem Gespann anfahren könnten. Und so war es auch. Ein sehr schöner Platz mit grünem Gras direkt vor dem Pool, der allerdings, wie alle anderen auch, zu dieser Jahrszeit noch nicht gefüllt ist. Sonderbarerweise werden wir überhaupt nicht stutzig über die Zufahrtswege, die aus hellgelben Sand bestehen und wie der Strand in Jesolo glatt abgezogen sind. Nachmittags erkunde ich mit Louie beim Gassigehen, dass wir gewissermaßen direkt vor der Stadt mit unserem Campingplatz liegen und auch die Wege alle zwar eben, aber sandig sind.  Also machen wir uns am nächsten Morgen sofort auf den Weg, zunächst mal das Städtchen zu betrachten. Schon beim Reinfahren hört der Asphalt auf und wird zur Sandallee, so breit wie der Kudamm. Offenen Mundes fahren wir weiter und stellen fest, jedes Haus hat ein Gestell davor zum Anbinden der Pferde. Außerdem gibt es viele Privatkapellen. Also gewissermaßen ein Westerndorf wie aus Highnoon mit riesigen  breiten Sandstraßen. Da entdecken wir auch die Kirche, Parkplatz direkt davor, kostet 1 Euro und los geht’s. Innen ein Prunk, ein Gold, alles vom Feinsten, wir wisssen überhaupt nicht, was hier eigentlich abgeht. Auf der anderen Seite der Kirche ein großer See mit Flamingos ohne Ende und schön angelegten Wegen, diversen Restaurants etc. Na, Google wusste natürlich, was es mit El Rocio auf sich hat. Zu schön, wenn man unvorbereitet auf solche schönen Sachen stößt. In youtube gibt’s reichlich Filme zu sehen. Danach fahren wir zur Danana Küste bis Huelva und kaufen dann bei Marcadona im Almonte ein. Auch Almonte ein ähnliches Städtchen wie El Rocio.

Am nächsten Morgen geht es früh los, wir wollen noch einmal nach Sevilla, finden auch ein Hotelparkhaus in unmittelbarer Nähe des Plaza  Espana und besichtigen diesen ausgiebig. Auch Louie durfte mit. Danach suchten wir zum 3. Mal die Pilze am Plaza de Encarnation, ohne natürlich fündig zu werden. Naja, vielleicht beim nächsten Mal, wir haben Zeit.

Der nächste Tag soll wieder ein Ruhetag werden und wir wollen noch einmal nach El Rocio, uns noch einmal alles ansehen. Parken kostet wieder nen Euro und dann gehen wir noch lecker für 20 Euronen essen, jeder auf Anraten des Kellners (was hat er sich denn gedacht, warum wir so dick sind) ne halbe Portion. Gut, satt waren wir schon, aber es hat geschmeckt…und die Tapas erst, grins.

 




 

13.04.2019 - 15.04.2019

  

Bei wiederum herrlichem Sonnenschein starten wir um 10:15 Uhr  und erreichen nach 208 km um 13:45 Uhr unseren nächsten Campingplatz Armacao de Pera bei Albufeira in Portugal. Abends beobachten wir neben uns einen Widehupf. Am nächsten Morgen starten wir gleich zu einem Ausflug ans Capo St. Vincente und betrachten uns wieder den Würstchenstand mit der letzten Wurst vor Amerika, die wir immer noch nicht probiert haben. Dafür aber sehen wir diesmal einen kleinen Strandabschnitt, weil ich neugierig bin ob der vielen PKWs, die dort parken, an dem sich die Surfer den Wellen hingeben. Auch in den Keramikshop muss ich schnell noch rein und ergattere diesmal ein Schwälbchen.  Am nächsten Tag sind wir dann los, Knochenkapellen zu besichtigen, was sich so langsam als Hobby bei mir kristallisiert. Wir finden heute zwei davon, die erste in Alcantharil und die zweite in der Kirche St. Laurenco in Faro. Danach ist Siesta angesagt und morgen geht es zur nächsten Etappe.



     

16.04.2019 - 19.04.2019

Um 09:45 Uhr geht es los, denn die Etappe ist etwas üppiger mit 359 km. Um 14:45 Uhr erreichen wir Camping Vale Paraiso in Nazare. Auch auf diesem Campingplatz waren wir bereits, diesmal jedoch haben wir uns eine andere Seite ausgesucht. Ein schöner Platz und man kann prima mit dem Hund spazieren gehen, wenn man denn gewollt hätte, auch bis in die Stadt hinein. Am nächsten Morgen regnet es, also hoffen wir, dass es nach dem Einkaufen besser wird. Es bleibt jedoch bei der Hoffnung und so fahren wir lediglich nach Nazare in die Stadt und landen, man glaubt es kaum, direkt vor der Kirche. Dort stellen wir fest, dass diese ganz vielversprechend aussieht (wieso waren wir hier eigentlich das letzte mal nicht?) und weil wir fast davor stehen, raus aus dem Auto und rein in die Kirche. Vorne am Altarbereich plötzlich ein Tischchen mit Kassiererin davor, hmmmm. Na ja, irgendwas wird schon zu sehen sein, den Euro schnell abgedrückt und hinter ihr in den Gang gegangen, der durchaus schon sehenswert mit seinen Azulejos war. Dann kamen noch ein paar Ausstellungsstücke und ne schwarze Madonna, alles sehr schön und Franziskus war auch schon hier. So richtig teuer wurde es aber dann ein Stock tiefer, hatten sie dort doch einen Souvenirshop vom feinsten und da man den „kirchlichen“ ja Betrügereien nicht so einfach zutraut, wird dort nun eine Handtasche mitsamt dem passenden Portemonnaie aus Kork erstanden. Johannes ward so schnell nicht gesehen, wer weiss, wo er wieder ist, also nutze ich eine 5minütige Regenpause, um schnell vorne Richtung Küste zu gehen und noch ein Foto zu schiessen. Dabei entdecke ich eine weitere kleinere Grotte und eile natürlich hinein. Nja, eine Replik der schwarzen Madonna auch da – dann fängt es natürlich wieder an zu regnen, Johannes hat den Ausgang aus der Kirche auch entdeckt und so fahren wir wieder auf den Campingplatz, nachdem wir noch kurz am Fort vorbeifuhren, wo jedoch sämtliche Touristen der Umgebung plötzlich versammelt schienen. Die ganze Nacht hat es durchgeregnet, morgens dann sah es etwas besser aus, trotz schwerster Bedenken, weil wir ja nach Fatima wollen und es dort schon das letzte Mal geschifft hat wie blöd. Aber diesmal, heureka, wolkig aber trocken finden wir nen Parkplatz direkt hinter der Kirche und kommt doch tatsächlich ab und an ein kleines Stück blauer Himmel raus. Wir besichtigen die Kirche, es gibt viel zu sehen, glücklicherweise nicht gar so voll wie in Lourdes und deshalb latschen wir auch noch einmal auf dem großen Platz rum. Dann darf sogar Louie noch einen kurzen Spaziergang machen, tut ihm vielleicht auch mal gut so n heiliger Ort und weiter geht es zum Kloster Tomar. Jaaa – heute Kulturtag. Tormar haben wir das letzte mal nicht besichtigt, weil, wie könnte es anders sein, kein Parkplatz direkt davor. Auch heute müssen wir ein wenig laufen aber bei diesem Wetter können wir Louie getrost im Auto lassen, es scheint nicht so heiß zu werden. Es gibt nichts interessanteres, als die Klöster Portugals. Auch dieses ein Gedicht und man glaubt es kaum, vollkommen ohne Eintritt, können wir dieses herrliche grosse Kloster besichtigen. Danach begrüßen wir schnell noch einmal das riesige Aquädukt und fahren dann noch ohne Rast und Ruh zur Burg Ourem. Die jedoch erklimme ich nicht, laufe aber dennoch etwas drum rum, weil dort alles so schön aussah. Danach jedoch ist ausruhen angesagt, wer weiss, was morgen noch auf uns zukommt. Der nächste Tag jedoch begrüsst uns schon wieder mit Regen und so fahren wir nach Obidos (kein Parkplatz)  und Alcobaca, ohne jedoch nochmal reinzugehen, kommen noch durch einen Kieferwald, wo das Harz geerntet wird und gehen schließlich einkaufen, weil morgen geht es weiter.

 


 

 


 

20.04.2019 - 23.04.2019

  

Herrlicher Sonnenschein heute und so geht es um 10:00 Uhr los und nach 248km erreichen wir um 13:30 Uhr Campismo Sol de Vila Cha in Vila do Conde, ein sehr gepflegter Platz, den wir zugewiesen bekommen und unser Wohnwagen wird sogar mit tatkräftiger Hilfe des dortigen Personals hingeschoben, wo er hin soll. Na also, geht doch auch ohne Mover. Übrigens ist Ostern, der Platz füllt sich also entsprechend. Am nächsten Morgen herrlich warm, ich gehe gleich mit dem Hund draussen gassi und da sehen wir gegenüber des Platzes, eine Dame, die ihren Hauseingang mit Blütenschmuck verziert. Gerne gestattet sie ein Foto und dann frühstücken wir endlich mal wieder draussen und beobachten dabei noch eine Gruppe Rot- und Weißgewandeter, die dort auf Anfrage die Wohnwagen segneten. Johannes natürlich verzichtet darauf, typisch….wenn man einmal nen Segen hätte für PKW etc. erhalten können. Er wird schon noch sehen, wie blöd das war. Mittags fahren wir dann nach Villa do conde und entdecken doch dabei unvermittelt ein riesiges Aquädukt, welches sich um die komplette Stadt windet, mehr oder weniger gut erhalten. Natürlich fahren wir jeden einzelnen Stein und Bogen ab. Ganz zum Schluss finden wir dann tatsächlich noch ein Schild mit Beschreibung. Den nächsten Tag nun haben wir für Porto vorgesehen, hier wollen wir uns doch de Azulejos im Bahnhof ansehen, die wir das letzte mal ausgelassen hatten. Schnell hat mir Goggle auch noch verraten, dass in unmittelbarer Nähe der Buchladen aus Harry Potter zu finden sei, der unbedingt besichtigt werden sollte. Also Bahnhof hat prima geklappt, Parkhaus war gar nicht weit weg. Fast daneben ne Kirche, wo wir auch noch schnell rein sind, bevor ich Johannes überreden konnte, doch mal nach dem Bücherladen zu schauen. Aber oh weh….. Eine Menschenschlange so lang wie der Kudamm konnte bestaunt werden, die sich millimeterweise vorwärts schob. Da würden wir heute noch stehen, wenn wir denn stehen geblieben wären. So aber, schnell schnell, noch ne Kirche und dann aber - hast du nicht gesehen, zurück ins Parkhaus zu unserem guten Hund. Nun sind wir schon mal wieder in Portugal und wer weiß, ob wir nochmal herkommen, wir entschließen uns doch, noch einen Tag dranzuhängen, weil ich noch einmal zu Bom Jesus möchte. Also gleich am nächsten Morgen los und wenn 1000 Wege nach Rom führen, dann führen garantiert 2000 zu Dom Jesus. Unglaublich, auf welchen Steilhängen der Subi hochfahren muss, weil wir eine ganz bestimmte Stelle suchen, um das Foto zu kriegen, auf welches ich bei der letzten Besichtigung verzichtet habe. Aber schließlich und endlich beim 3. Anlauf tatsächlich finden wir exakt den Fotopoint, den ich suchte. Nun aber ganz schnell raus, mich deucht, es regnet gleich wieder. Fotografiert und wieder zum Camping, weil morgen dann geht es zurück nach Spanien.

 



 

24.04.2019 - 28.04.2019

  

Um 10:00 Uhr geht es los. 268km sind es heute und um 14:45 Uhr erreichen wir Camping A´Vouga in Muros, nahe San Franzisco, ja so heisst der kleine Nachbarort wirklich. Der Platz wartet nur auf uns, fast leer ist er und mit Zugang zum herrlichen Sandstrand gelegen. Galizien hat uns das letzte Mal bereits sehr gut gefallen, allerdings hatten wir damals mit dem Wetter Pech, es regnete Bindfäden und so konnten wir von der Landschaft nicht allzuviel mitnehmen. Die ersten Getreidespeicher kommen in Sicht und, wie könnte es anders sein, es regnet. Abends jedoch kommt der blaue Himmel wieder raus und sofort schnappe ich mir Lou und wir gehen mal runter zum Strand. Danach genehmigen wir uns zur Stärkung eine ausgiebige Fischmahlzeit im Campingplatzrestaurant, die wirklich super war. Am nächsten Morgen starten wir zu einer nochmaligen Fahrt nach Santiago de Compostela, wie könnte es anders sein, sehr durchwachsenes Wetter. Wir schaffen es gerade noch so, trockenen Gewandes mit Louie bis zur Kirche zu gelangen.

   

Schnell einige Fotos und dann will ich mir doch ein wenig das Umfeld betrachten und auch ein Paar Ohrringe kaufen. Und so gelangen wir an den hinteren Eingang der Kirche, Johannes wird genötigt, gefälligst, weil wir nun ja schon mal hier sind, reinzugehen und ich bleibe mit Lou draußen. Glücklicherweise erspähe ich dort auch einen Juwelier, der nichts gegen mein Visakärtchen einzuwenden hatte (Johannes tauchte auch sofort wieder auf, weil Asiaten ohne Ende im Inneren) und so fahren wir wieder zurück zum Campingplatz. Kurz davor reisst der Himmel etwas auf und so fahren wir schnell noch zu einem alten Leuchtturm, wo Lou alles abschnüffeln darf. Am nächsten Morgen, heureka, blauer Himmel – Sonnenschein. Nichts wie los zum Cap Finisterre, da hat es beim letzten Mal auch ordentlich geregnet. Diesmal nichts mit Regen, herrliches Wetter, kaum Leute dort und sogar Johannes kraxelt mit Lou ordentlich über Stock und Stein zum Kreuz und Stiefel ans Ende der Welt. Anschließend fahren wir noch ein wenig Gegend betrachten.

Nächster Tag: Donnerwetter, schon wieder regnet es. Dennoch fahren wir durch die Berge, finden auch den großen Horeo in Lira und mittags kommt doch die Sonne wieder raus und trocknet unsere Wäsche, so schnell kann das gehen. Am nächsten Morgen wieder herrlich blauer Himmel, schnell die 2. Maschine Wäsche gewaschen und aufgehängt, es ist ziemlich heiß und so fahren wir los in die Berge, finden schöne Miradore, betrachten die Cascada Ezaro, von der wir das letzte Mal wegen Nebel und Regen nichts gesehen haben und erfreuen uns an der herrlichen Natur hier an unserem letzten Tag. Zum Abschluss gibt es noch einmal ein Fischgericht im Restaurant und am nächsten Morgen bei wiederum herrlichem Sonnenschein fotografiere ich schnell noch das weltbeste Baguette, bzw. chiabattabrot.

 

 

 

 


 

29.04.2019 - 30.04.2019

  

Danach geht es um 10:00 Uhr los, 245km sind es und wir erreichen um 14:15 Uhr, nachdem wir erst einmal dran vorbeigefahren sind, dann doch schließlich mit großer Aufmerksamkeit Camping Vila de Sarria,  ein sehr kleiner Platz mitten im Wald gelegen und es scheint, als wären wir wieder die einzigen Gäste. Da dieser Platz aber direkt am Pilgerweg nach Santiago liegt, kommen gegen Abend doch noch vereinzelte Gäste. Wir jedenfalls sind hochzufrieden, ordentliche Duschen und Toiletten sind da und sauber sind sie auch. Am nächsten Morgen husch husch fahren wir nach Lugo, umrunden erst einmal die komplette Stadt und deren Stadtmauer und finden dann tatsächlich die sehr enge Einfahrt zum Parkhaus. Es wird immer schöner am Himmel, also flitzen wir nacheinander wegen Louie in die Kathedrale und danach platziere ich Johannes und Lou auf ne Bank, weil diese riesige begehbare Stadtmauer muss ich mir genauer ansehen. Es hat sich wirklich gelohnt, hier joggen die Einheimischen rund um ihre Stadt, einfach toll. Schnell besorge ich mir noch im nahegelegenen Keramikladen ein Souvenir und dann geht es weiter nach Samos, wo wir eigentlich das Kloster besichtigen wollten. Es sah von aussen sehr vielversprechend aus, auch die Brückenverkleidung mit Jakobsmuscheln versehen, sehr nett, jedoch nicht zu besichtigen. Johannes strahlt innerlich, muss er doch nicht laufen. Abends schnell noch einkaufen, leider verlassen wir morgen diesen idyllischen Ort.


 

 

 

01.05.2019 - 03.05.2019

  

10:15 Uhr geht es los, die Etappe beträgt nur 232 km und um 13:45 Uhr erreichen wir (Nebel in den Bergen, danach kommt die Sonne raus) Camping Camino de Santiago in Villadangos del Paramo. Hier waren wir auch das letzte Mal bereits. Die Nacht ist richtig kalt, am nächsten Morgen jedoch lacht die Sonne nur so vom Himmel, also ab nach Leon. Bei diesem Sonnenschein muss ich doch noch einmal in die Kathedrale dort, denn die Fensterscheiben kommen dann doch so richtig zur Geltung. Danach trotteln wir noch ein wenig durch die Stadt (leider finden wir nirgendwo ein Eiscafe), also trinken wir direkt vor dem Parkthaus noch etwas und genießen die Tapas dabei. Danach fahren wir zu Leclerc zum Einkaufen und das war es für dieses Jahr mit Leon. Auch der nächste Morgen sieht wettermässig vielversprechend aus, also fahren wir nach Astorga, umrunden erst einmal die Kathedrale mit dem Auto und finden dann tatsächlich den großen Parkplatz vor der Mauer. Hier in Astorga hat Gaudi sich austoben dürfen und hat tatsächlich einen Bischofssitz geschaffen. Anscheinend hatte Tebartz hiervon noch nichts gewusst, sonst hätte er sich nicht Limburg ausgesucht, jedenfalls hat nie ein Bischof hier Platz genommen, grins. Ich jedoch betrachte ihn mir sehr ausgiebig und er ist so sehenswert, dass ich sogar Johannes überzeugen konnte, ihn sich anzusehen. In der Zwischenzeit erkunde ich mit Louie die weitere Umgebung für den Rückweg zum Auto und kaum ist Johannes wieder da, gehen wir nacheinander noch in die Kathedrale, die ebenfalls sehenswert ist, wie jede Kathedrale in Spanien.


 

04.05.2019 - 20.05.2019

Um 10:15 Uhr geht’s los, die Etappe soll 335 km betragen. Tatsächlich jedoch sind es 27km weniger, denn kurz vor dem Tunnel vor Madrid plötzlich n Knall, dann sofort Gasgestank, nach Abschalten der Anlage Benzingestank. Johannes hat das Gespann dann noch kurz vor einer Serviceausfahrt auf den mehr oder weniger kaum vorhandenen Standstreifen bringen können und das war es vorerst. Der gute Lou und ich sind natürlich sofort raus aus dem Auto und in Richtung Ausfahrt gewackelt, wo uns eine Rufanlage erwartete. Hier musste ich erstmal einen englischsprachigen Helfer ausfindig machen. Kam aber ziemlich flott und verklickerte mir, dass wir lieber unseren ADAC anrufen sollen, weil das kostet uns nichts, wenn sie jemand informiert, kostet das Geld. Guter Tipp. Dennoch hat sie dafür gesorgt, dass das Gespann von hinten zumindest optisch durch Warnbalken abgesichert wurde. Ich habe dann auch den ADAC informiert und so 1,5 Stunden später kam der Abschlepper. Er hatte zíemlich schnell raus, dass die Zündkerze immer wieder rausgesprungen ist, er bekam sie aber an Ort und Stelle nicht wieder rein, also hat er den Subi hochgezogen und den Wohnwagen hinten an den Haken gehängt und so fuhren wir nach El Espinar zu seiner Werkstatt. Hier gab er sich nochmals viel Mühe, jedoch erfolglos. Der ADAC wollte uns dann in ein Hotel einquartieren, was aber wegen des Hundes so einfach nicht war, also regten wir an, sie sollen uns jemanden besorgen, der die 17km unseren Wohnwagen auf den Campingplatz fährt. Also musste letztendlich unser Abschlepper wieder ran, diesmal mit einem etwas kleineren Fahrzeug, der Wohnwagen bekam spanische Nummernschilder umgehängt und los ging die Fahrt. Louie benahm sich mustergültig und unser Abschlepper war ganz hin und weg von ihm. Also kamen wir auf dem Campingplatz an, der aufgrund des Feiertages 1. Mai und Wochenende von Spaniern ziemlich voll war, dennoch fanden wir einen Platz, wo der Abschlepper ihn rückwärts reindrücken konnte (Profis halt), weil Mover ja defekt.


   

Am nächsten Tag, den Sonntag haben wir natürlich nur rumgesessen, am Montag dann sollte der Subi in die Subaruwerkstatt geschleppt werden. Die nahm das Fahrzeug zwar an, hatten aber bereits ziemlich ausgebucht, sodass Diagnose, was genau zu machen ist und vor allem, was das kostet, erst einmal auf den Dienstag nachmittag verschoben wurde. Promt kam dann die Diagnose, die wir bereits kannten, Zylinderkopfdichtung kaputt, evtl. noch mehr, Restdiagnose dann manana, also Mittwoch. Am nächsten Tag tatsächlich Preis da, ADAC sagt, Reparatur kostet 2580, dauert, vorausgesetzt, Ersatzteile sind lieferbar, so 3 bis 4 Tage. Ungern lassen wir reparieren und ordern Mietwagen beim ADAC. Am nächsten Morgen dann fahren wir mit dem Taxi nach Vilalba und überraschenderweise vollkommen unkompliziert erhalten wir einen Fiat 500. Also fahren wir damit gleich nachmittags ein wenig in die Berge nach Navas del Marques. Endlich sind wir wieder mobil und kommen raus, denn natürlich, das Wetter ist herrlich.


Am nächsten Tag machen wir eine schöne Rundfahrt ins Gebirge, vorbei an Embalse, da kommt ein Anruf vom ADAC, Ersatzteile seien da und am Montag fangen sie an zu reparieren, na gut, eine Woche ist ja schon rum, also noch einkaufen und fertig für heute.  Am nächsten Morgen geht es gleich ins Valle de los Caidos, super Wetter und ich muss mir doch diese in den Berg gehauene Kirche noch einmal betrachten. Den Sonntag dann haben wir nur noch rumgegammelt.


Am Montag dann (hoffentlich arbeiten die auch fleissig am Subaru) nach Segovia gefahren und die Kathedrale nochmals angesehen. Sehr schön gewesen.

Am nächsten Tag (ob der Subi heute fertig wird?) zur Burg Manzanares de Real gefahren und diese betrachtet. Eine tolle Burg. Auf der Rückfahrt dann haben wir dem Geldautomaten 2 x 550 Euros abgeluchst, mehr wollte er beim besten Willen nicht rausrücken.

Gleich morgens ruft der Adac an, Nun aber seien die Teile da und jetzt kann auch repariert werden und angeblich soll der Subi dann am Montag fertig sein (2 Wochen rum). Na bravo, haben sie vermutlich die falschen Teile bestellt oder einfach gelogen, stocksauer sind wir. ADAC jedoch verlängert unkompliziert den Leihwagen. Dann fahren wir nach Buitrago und bewundern deren Stadtmauer und betrachten das kleine Kirchlein.


Nächster Tag ausgeruht, am 17.05. versucht der ADAC nachmittags die Werkstatt zu erreichen, jedoch ohne Erfolg. Also fahren wir am drauffolgenden Samstag einfach mal vorbei. Der Verkäufer hat in der Tat schon von der alten deutschen Mühle gehört, die da irgendwo auf dem Hof rumsteht, kann aber leider keinerlei Auskunft zum Stand der Reparatur machen, da Handwerker heute Samstag frei. Also plündern wir frustriert hinterher den Mercadona und fahren wieder auf den Camping.

Am Sonntag machen wir eine weitere  Tour zu 4 keltischen Steinstieren, die direkt an der Landstrasse schön präsentiert wurden.

Montag – man glaubt es kaum, ADAC ruft an, Auto ist fertig. Nix wie los, Geldautomaten nochmal plündern, Auto abholen, Mietwagen zurückgeben, ausruhen – fertig für heute. Morgen nichts wie weg, hoffentlich hält der Motor.


 

21.05.2019 - 26.05.2019

Um 10:00 Uhr pünktlich starten wir und kommen tatsächlich vollkommen unproblematisch nach 267km um 13:45 bei strahlendem Sonnenschein in Burgos auf unserem schon wohlbekanntem Platz Fuentes Blancas an.

Am nächsten Morgen sofort ab in meine Lieblingsstadt Spaniens, rein in „unser“ Parkhaus, Louie bleibt im Auto und ab mit uns, wollen uns doch noch einmal diese herrliche Kathedrale ansehen. Danach schnell noch n Kaffeepot gekauft, die Eisdiele am Plaza Major noch rechtzeitig entdeckt und geplündert und im Abschluss noch einmal nach Miraflores gefahren, um festzustellen, tatsächlich, man muss immer noch keinen Eintritt bezahlen für die Besichtigung dieses herrlichen Klosters. Schnell danach noch einkaufen gefahren und fertig für heute.


Für den nächsten Tag dann ist Palencia geplant. Das Glück ist den Lauffaulen hold, denn wir entdecken in unmittelbarer Nähe der Kathedrale ein Supermarkt-Parkhaus von Auchan. Leider wird die Kathedrale gerade saniert, wir dürfen dennoch rein, wenn auch wegen der Arbeiten leider nicht alles zu sehen ist, dennoch sehr lohnenswert. Danach wird noch Hundefutter im Auchan gekauft und weil alles dermassen gut geklappt hat, beschließen wir, noch ein wenig auf Burgenfahrt zu gehen. Erst erkunde ich Fuentes de Valdepero, dann entdecken wir zufällig den Kanal de Castilla und fuhren dann noch zur nächsten Burganlage, nämlich Castrojeriz. Puh, diese Gegend hier hat es wahrhaftig in sich.


Am nächsten Morgen starten wir frühzeitig, wollen wir uns doch gleich zwei Klöster anschauen, nämlich Yuso und Suso. Dazu müssen wir vom riesigen Parkplatz mit dem Stadtbus den Berg hochfahren, Lou bleibt im Auto, glücklicherweise ist es heute nicht sehr heiß, im Gegenteil, es sieht etwas nach Regen aus. Dieses alte Klösterchen Suso war schon sehr beeindruckend, der Bus kommt auch sofort danach wieder und bringt uns zum Parkplatz. Johannes natürlich streikt schon wieder und so schaue ich mir gemächlich Yuso alleine an.


Am nächsten Tag steht unverdrossen ein weiteres Kloster auf dem Plan. Wegen der Gregorianischen Gesänge wollen wir zum Kloster Santo Domingo de Silos. Die Gesänge hören wir uns auf youtube an, der Kreuzgang jedoch ist sehr schön. Danach lacht uns das Glück und wir können uns an Gänsegeiern erfreuen, die sich uns sehr schön präsentieren. Der letzte Tag in Burgos bricht an und so fahren wir noch einmal rein, machen eine ausgiebige Stadtrundfahrt, wobei wir noch weitere Bronzestatuen entdecken und so lasse ich die Kamera noch einmal schnurren, aber, das sei hier vermerkt, es war nicht der letzte Besuch in Burgos. Hier müssen wir nochmal her, gibt immer noch soooooo viel zu sehen.


 


 

 

27.05.2019 

Um 09:45 Uhr sagen wir Tschüss Burgos und kommen nach 252km um 13:15Uhr in Frankreich in St. Jean-de-Luz, kurz vor Biarritz an. Das Wetter hat sich drastisch verschlechtert, im Dauerregen versuchen wir, ein wenig von Biarritz zu entdecken, hat keinen Spaß gemacht, leider.

 


 

 

 


 

28.05.2019

Los geht es um 09:30 Uhr und nach 330km erreichen wir um 14:15 Uhr Toulouse. Der Campingplatz lag in der Stadt, das Wetter war nicht viel besser, weiterhin Regen, sodass es nicht zu einer Besichtigung der Stadt gekommen ist.


29.05.2019

Um 10:00 Uhr geht es los, die Etappe hat 202km und um 13:15Uhr erreichen wir Severac-le-Chateau, Camping Les Calquieres. Da inzwischen der Himmel wieder blau geworden ist, nehmen wir die Gelegenheit wahr und erkunden die hiesige Burganlage, na ja, eigentlich nur wieder ich, während Johannes und Lou im Auto verweilen.


30.05.2019

Wie immer um 10:00 Uhr fahren wir los und kommen nach nur 158km in Le Puy-en-Velay um 13:00 Uhr an. Ich mache mit Lou einen ausgiebigen Spaziergang entlang der Loire und komme dabei auch in die Stadt, wo ich Lou kurzerhand vor einer Kirche anbinde und mir diese anschaue. Der Campingplatz hier ist wirklich wunderbar gelegen.


31.05.2019 – 01.06.2019

Um 09:35 Uhr schon starten wir und erreichen nach 333km Dole um 16:15 Uhr, weil wir doch tatsächlich in einen Stau kurz vor Lyon gekommen sind, da die Franzosen unbedingt die Autobahn sperren mussten und sich alles über die Landstrasse nun quälte. Und natürlich ist es inzwischen heiß wie Sau geworden, ganz klar. Dennoch kommen wir trotz größter Bedenken sehr zügig und vollkommen unproblematisch mit dem Gespann durch Lyon hindurch und hollaa, das was ich allein im Vorbeifahren sah, lohnt garantiert eine Besichtigung irgendwann einmal später in diesem Jahrtausend. Eigentlich wollten wir uns ja nun Dole endlich mal ganz genau ansehen, weil es immer so vielversprechend wirkt, aber….diese Hitze…..und es ist auch noch ein Bikertreffen, dadurch keine Parkplätzue... und die Frösche quaaken um die Wette, so dass wir einfach nur ausruhen im Schatten, ein wenig mit den Schweizer Nachbarn plaudern und schnell noch ein wenig Rillette für das Frühstück kaufen, bevor wir dann abends beobachten können, wie nebenan Heißluftballons in die Luft steigen.



02.06. – 03.06.2019

Zum Ausklang dieses Urlaubs fahren wir um 09:50 Uhr los. Es sind 245km und wir erreichen ausgerechnet in der Mittagspause (Ja natürlich – inzwischen sind wir in Deutschland!!!) um 13:15Uhr Camping Tunisee in Freiburg/Hochdorf. Und, wie ja schon geschrieben, heiß heiß heiß. So harren wir erst einmal knapp 2 Stunden direkt hinter der Schranke aus, bis die zwei gnädigen Damen bereit sind, uns einen Platz zuzuweisen. Ansonsten ein sehr gepflegter Campingplatz aber aufgrund der Tatsache, dass man uns (und natürlich noch weitere Gäste des Platzes) in brütender Hitze vollkommen unnötig hat warten lassen, ist die Laune bereits auf den 0Punkt gesunken. Es bleibt auch weiterhin weit über 30 Grad und daher beschließen wir, die geplante Besichtigung Freiburgs ausfallen zu lassen, uns lediglich im nahegelegenen Frankreich im Supermarkt mit Wein, Rillette, Entenschlegeln etc. einzudecken und dann ohne Rast und Ruh die Heimreise anzutreten.


04.06.2019

Um 09:40 Uhr geht es los, nach 313km um 13:30 Uhr kommen wir in Bad Camberg an und freuen uns, dass wieder mal ein Urlaub trotz höherer Kosten als geplant, so gut verlaufen ist.



 

 

  
 

 

Zwischenergebnis:    98.330 Wowa-Km, 1.260 Wowa-Übernachtunge



Tour 73 - 19.09.2019 - 02.10.2019 Zingst-Darß-Fischland-Rügen

Abfahrt zur diesjährigen Herbsttour am Donnerstag, 10.09.2019 zu Camping Drei Gleichen in Mühlberg, abends gleich gut Essen gegangen, Johannes natürlich Steak mit Würzfleisch überbacken. Am nächsten Tag dann weiter nach Mahlow, festgestellt, rund um Berlin eine Baustelle nach der anderen, abends dann einen Rewe gesucht, eingekauft und im Wohnwagen gut zu Abend gegessen.




Samstag gegen 09:30 Uhr habe ich dann Erika eingeladen, danach haben wir weitere gefühlte 1000 Baustellen umfahren und kamen dadurch leider erst gegen 16:30 Uhr auf Campingplatz Pruchten an. Glücklicherweise erwies sich die am Platz befindliche Gaststätte als überaus brauchbar, und, um es vorweg zu nehmen, wir schafften es leider nicht, die doch übersichtliche Speisekarte während der Dauer unserer Anwesenheit abzuarbeiten.



Sonntag vormittag, die Sonne lacht, also fahren wir nach Darß und erkunden zunächst einmal diesen Teil der Ostsee mit dem Auto, indem wir bis Fischland alles abfahren, einen Deich erstürmen und den Bodden fotografieren und die restliche Gegend erkunden. Wir wundern uns über die vielen Touristen, die hier mit Fahrrädern sämtliche Deiche verunsichern und das zu dieser Jahreszeit.




Montag vormittag fahren wir mit dem Raddampfer von Zingst, den Bodden bis Fischland und zurück. Natürlich sitzen wir an vorderster Front bei diesem herrlichen Sonnenschein und der Fahrtwind zischt nur so um unsere Köpfe. Frauen halten solches natürlich locker aus, Männer dagegen, nun ja…..Schnell wird noch ein Lidl ausgeräumt, bevor wir wieder unser Campingrestaurant stürmen.



Dienstag wird nach Stralsund gefahren. Wir haben Glück, das Parkhaus befindet sich gleich in unmittelbarer Nähe der Kirche, die ausgiebig bewundert wird. Danach erwischen wir die vor der Kirche extra für uns angekommene Bimmelbahn und starten mit dem netten, gesprächigen Fahrzeugführer eine Stadtrundfahrt. Danach gönnen wir uns ein leckeres Eis, bevor wir wieder zurück auf den Campingplatz fahren, um uns abends dort erneut für die kommenden Urlaubstage zu stärken.


Mittwoch ist Frauentag, der Fahrzeugführer hat die Männergrippe bekommen, der Wind auf dem Dampfer war zuviel des Guten. Also machen Erika und ich uns auf den Weg und fahren ins Bernsteinmuseum nach Ribnitz, wo ich den zu meinen Ohhrringen aus Norwegen den passenden Anhänger finde. Danach laufen wir in die Marienkirche, finden dort jedoch lediglich nen gedeckten Kaffeetisch mit Bibeln ohne Kuchen, weshalb wir weiterfahren nach Zingst, endlich einige Touistengeschäfte entdecken und im Vorbeilaufen eine leckere Marzipanwaffel schmausen. Nach so viel Aktivitäten tun uns die Füße ordentlich weh und letztendlich müssen wir, weil die Männergrippe immer noch wehklagt, allein zu Abend essen gehen.



Donnerstag wird bestimmt, die Männergrippe ist jetzt auskuriert, nix mehr Bett plattliegen, heute wird nach Rügen gefahren. Hier fahren wir auch ordentlich rum, entdecken doch einige Gebiete, wo noch nicht ganz so viele Touristen sind und landen schließlich in Sassnitz am Hafen, wo ein großes Parkhaus angesteuert wird. Widerwillig kommt Johannes mit seinem Spazierstock mit und wir finden natürlich prompt nen tolles Fischrestaurant, wo die Bedienung uns ordentlich vollschwallt und Louie mit Stängelchen füttert. Nachdem ich noch einen Pillkalle zu mir genommen habe, sind wir wieder aufgebrochen und Erika und ich haben noch sämtliche Touristenbuden besucht und um ihre Schätze erleichtert. Die Männergrippe hat sich dank der Riesenfischfrikadelle zur Ruhe begeben, abends sind wir dennoch so vollgestopft, dass wir diesmal unser Restaurant auf dem Platz sich selbst überlassen.


Freitag vormittag besichtigen wir dann die Seemannskirche, unternehmen noch eine Rundfahrt in Barß und Zingst auf der Suche nach der Seebrücke hinter dem Kurhaus, gehen schnell noch bei Rewe einkaufen, bevor wir zur Henkersmahlzeit das Campingrestaurant besuchen.


Samstag ist unser Abreisetag, wir müssen wieder mal Stau und Sperrung der Bundesstraße umfahren und haben so das riesige Glück, auf einem frisch gepflügten Acker Tausende von Kranichen zu sichten, die dort ihr Übernachtungslager aufgeschlagen hatten. Ansonsten verlief die Fahrt jedoch angenehm ruhig und wir erreichten am frühen Nachmittag unseren Campingplatz am Mahlower See bei noch immer trockenem Wetter. Als ich jedoch Erika dann wieder nach Köpenick fahre, fängt es kurz vor deren Haustür an zu regnen wie aus Kübeln. Gut, dass der Wohnwagen schon steht, denk ich mir. Als ich wieder dort ankomme, ist auch die Sonne wieder etwas rausgekommen.


Sonntag vormittag starten wir wieder, aufgrund der Sperrung von Teilstücken der Autobahn, müssen wir durch ein Industriegebiet. Es ist immer noch trocken. Alles läuft recht gut, bis kurz vor Michendorf. Dort auf 5spuriger Autobahn wegen Gabelung muss Johannes plötzlich von 2. Spur von links nach ganz rechts auf den Standstreifen, weil der rechte Vorderreifen platt war. Und natürlich fängt es jetzt an zu regnen. Mal wieder ADAC gerufen, diesmal komfortabel mit ordentlicher Sitzgelegenheit zu denen auf den Hof gefahren. Sonntags natürlich kein neuer Reifen bekommen, also übernachten wir bei denen auf dem Hof. Montag werden dann zwei neue Reifen für vorne geordert, was bis Mittags dauert. Dann hören wir es plötzlich quietschen. Johannes sieht nach und mault einen kohlpechrabenschwarzen Monteur an, der anstelle des Autoreifens den am Wohnwagen versucht zu wechseln. Der rechtfertigt sich mit: Chef hat gesagt. Johannes schaut nach und tatsächlich, das Gewebe des Reifens am Wohnwagen schaut bereits heraus. Hier haben wir glücklicherweise Reserverad dabei und für nen 5er wird das Rad gewechselt. Puh, nochmal Glück gehabt, auf der Autobahn wäre es garantiert an gleicher Stelle kaputt und platt gewesen. Um 15:30 Uhr ist endlich auch die Rechnung geschrieben und wir kommen fort aus Michendorf. Die weitere Fahrt verläuft problemlos und um 18:30 Uhr haben wir Camping Dreigleichen erreicht. Schnell gehen wir noch Essen, weil, jetzt kommt es auch schon nicht mehr drauf an. Das Wetter im übrigen hat sich wieder drastisch gebessert und so beschließen wir, noch einen Tag dranzuhängen.  


Dienstag wollte ich eigentlich nochmal Erfurt ansehen, die Sonne lacht nur so und wir fahren los. Da entdecken wir eine für uns neue 3 Gleichen-Burg. Na, die müssen wir doch ansehen, nach Erfurt kommen wir immer nochmal. Glücklicherweise kann man bis ganz oben hinfahren. Wunderbar restauriert präsentiert sich hier die Wachsenburg. Sofort beschließen wir, den anderen beiden Burgen nun auch noch unsere Aufmerksamkeit zu schenken, jedoch sind beide leider nur zu Fuß zu erreichen, also nichts für uns. Stattdessen kaufen wir noch bei Deichmann Schuhe für das nächste Jahr (vielleicht laufen wir ja etwas mehr, wer weiß?) und, weil das Wetter so schön ist, mache ich noch einen ausgedehnten Spaziergang mit Louie. Abends wird noch einmal der Ratskeller gestürmt, Johannes begnügt sich mit Thüringer Bratwurst, während ich Lammbraten mit Thüringer Klößen bestelle.


Mittwoch nun ist Abreisetag und natürlich – es regnet Bindfäden. Eine kurze 3minütige Pause abgewartet und Wohnwagen angekuppelt, nicht einmal Lou kriegt seinen Spaziergang. Die Heimfahrt geht jedoch sehr flott vonstatten, das Wetter bessert sich sehr schnell und sogar die Sonne kommt wieder zum Vorschein. Ohne weitere Probleme erreichen wir nachmittags den Heimathafen.



Zwischenergebnis:   100.387 Wowa-Km, 1.273 Wowa-Übernachtunge