EIBAJO´s







Urlaub - Nicht immer Erholung,
aber immer erholsam für Körper und Geist


 

Ostern 2017 07.04.2017 - 15.04.2017  Hohenwarth/Bayr. Wald

Fahrt wie gehabt, Trocken, viel Sonne aber kalter Wind. Frischwasserpumpe im Wohnwagen defekt, zum Glück Reserve dabei, eingebaut, funzt. Wintervorzelt abgebaut, vielleicht zum letzten Mal. Zum einen ist es mittlerweile sehr desolat, zum anderen haben wir jetzt zuhause einen Stellplatz, wodurch in Zukunft Wintercamping in Hohenwarth entfällt. Rückfahrt mit Wohnwagen sehr schnell, nur 5,5 Stunden.

Zwischenergebnis:   74.126 Wowa-Km, 1.027 Wowa-Übernachtungen


Tour 68 -  06.05.2017 - 02.07.2017 Scandinavien

06.05.-08.05.2017

Am Samstag, den 06.05.2017 um 08.30 Uhr starteten wir unsere diesjährige Expedition bei bewölktem Himmel. Da es außer uns nicht allzuviele auf die Autobahn trieb, kamen wir zügiger voran als geplant, verzichteten daher auf den ersten Zwischenstopp und bereits um 18:00 Uhr nach 656 km  zeigte ich unserem kleinen Reisebegleiter Lou unseren ersten Campingplatz Wulfener Hals auf Fehmarn.

Ein sehr schöner Campingplatz, gepflegt und mit dem Westie konnte ich über den angeschlossenen Golfplatz direkt auf der Klippe bis zu einer Treppe laufen, die zum Strand führte. Hier ging unser Westie zu meinem Erstaunen ohne irgendwelche Hemmungen direkt bis zum Bauch in die Ostsee. Uferschwalben konnten wir beobachten, die ihre Nisthöhlen direkt am Strand aufsuchten und abends bekamen die Nachbarn jede Menge Besuch niedlicher Kaninchen. Am Sonntag lachte die Sonne nur so vom blauen Himmel und nachdem wir Louie wieder eingefangen hatten, der den Campingplatz ganz alleine erkundete, machten wir uns auf zur Besichtigung von Fehmarn, zuerst natürlich die Kirche St. Nikolai, dann schlenderten wir durch die Stadt zwecks Kauf von Souvenir und weil so schönes Wetter gönnten wir uns ein Eis. Nachmittags beim Strandspaziergang trotz ständigem Suchen keinerlei Bernstein entdeckt oder erkannt. Abends gönnten wir uns auf dem Campingplatz noch ein leckeres Essen im dortigen Restaurant, bevor es am Montag dann pünktlich um 11:00 Uhr mit der Fähre von Puttgarden nach Rodby/Dänemark ging.

Kosten Campingplatz: € 75,47


 

 08.05.-10.05.2017

Um die Mittagszeit erreichten wir nach 174 km den nächsten Campingplatz DCU-Absalon Copenhagen Camp, ebenfalls ein sehr gepflegter Platz, was wir sehr zu schätzen wissen, da solches gerade bei Stadtplätzen nicht selbstverständlich ist. Am nächsten Morgen bei stahlblauem Himmel fuhren wir in die Innenstadt, parkten Louie und den Subi im Parkhaus, gaben dort zwecks Rangiermöglichkeit den Autoschlüssel ab, wiesen aber auf den im Auto befindlichen Hund hin,  und gönnten uns dann mit den roten Hipp-Hopp-Bussen die erforderliche Stadtrundfahrt. Danach ging es dann weiter nach Roskilde zum Besichtigen des dortigen Domes. Letzteres war uns jedoch leider nicht vergönnt, da dort Türen zu wegen anstehender Beerdigung. Ärgerlich, aber was solls, schlendern wir noch etwas durch das Städtchen, gönnen uns im herrlichen Sonnenschein einen gepflegten Hotdog und genießen Dänemark, denn morgen geht es dann wieder weiter. Kurz noch zum Campingplatz: Der lag wunderbar zentral, in fußläufiger Entfernung ein Einkaufszentrum, zur anderen Seite gediegene Sportplätze in herrlichen Rasenanlagen. Kosten Campingplatz: DKR 538,50 = € 72,42



10.05.-11.05.2017

Die Öresundbrücke erreichten wir am nächsten Morgen um 10:00 Uhr und gegen 16:00 Uhr erreichten wir nach 409 km unseren nächsten Campingplatz Grännastandens Camping in Schweden für eine Übernachtung. Auch dies ein sehr gepflegter Platz direkt am Meer, Louie konnte wieder Füße baden. Kosten Campingplatz: SKR 250 = € 26,08


11.05.-13.05.2017

Camping Bräding in Stockholm erreichten wir nach gut 4 Stunden Fahrtzeit und 302 km am 11.5. um 13:30 Uhr. Ein Stadtplatz, zentral gelegen in der Nähe ein Einkaufszentrum, Bahnhof und auch Geldautomat. Der Campingplatz selbst wunderbar ruhig gelegen direkt am Rand eines Naherholungsgebietes am See. Spaziergänge mit Louie boten sich hier, man hätte auch den Hundeübungsplatz gegenüber des Campingplatzes nutzen können. Louie hatte kein Interesse daran, er knüpfte dort nur Kontakte zu schwedischen Hundedamen. Am nächsten Tag lachte wieder ein stahlblauer Himmel und lud demzufolge zu einer Stadtrundfahrt in Stockholm ein. Parkhaus direkt am Bahnhof mit einem sehr modernen Zahlsystem (man musste die Autonummer beim Kassenautomat eingeben) war schnell gefunden, die Angelegenheit mit dem roten Bus war von größeren Schwierigkeiten geprägt, da das elektronische Buchungssystem des Kartenverkäufers zwar die Visacard annahm, den Vorgang selbst jedoch jedesmal abbrach. Nach dem 5. Versuch und der Durchfahrt zweier Stadtrundfahrt-Bussen gab der Verkäufer auf und winkte uns in Bus Nr. 3. Aussteigen ohne Ticket war nun für uns nicht möglich, was uns ja eine sehr gute Begründung gab, dieses nicht tun zu müssen. Kosten Campingplatz: SKR 610 = € 63,65


13.05.-14.05.2017

Pünktlich um 08:45 Uhr ging es los, vorbei an Reklame-Lastwagenanhängern, die am Rand der schwedischen Autobahnen darauf hinweisen, wo der nächsten Hamburger verspeist werden kann, immer mit einem Auge den Rand abscannen, ob wo ein Elch des Weges kommt, erreichten wir um 14:30 Uhr Fläsians Camping in Sundsvall nach 405 km. Dieser Campingplatz am Hang gelegen, wiederum am Meer, jedoch nicht so weitläufig, dass man ausgedehnte Spaziergänge hätte machen können. Kosten Campingplatz: SKR 250 = € 26,08



14.05.-15.05.2017

Abfahrt um 09:15, erreichten wir nach abwechslungsreicher 366km langer Fahrt für eine Übernachtung Lufta-Camping in Änäset, direkt an einem noch zugefrorenen kleinerem See am Rande eines Wäldchens. Ursprünglich war geplant, den Campingplatz First Camping Ulmea anzusteuern. Jedoch war dieser am Wochenende fest verschlossen, nirgendwo ein Hinweis darauf, wie man die Blockade der Schranke aufweichen kann, also sind wir weiter gefahren nach ÄnÄset. Wie bisher auch, so auch hier kaum andere Campinggäste. Hier erkundeten wir nun erstmals die sonstigen Einrichtungen des Campingplatzes.

So gab es Sauna mit Außenpool (um diese Jahreszeit noch nicht benutzbar) und Küche mit kompletter Einrichtung incl. Fernseher etc. Das angeschlossene Restaurant leider auch noch nicht geöffnet, übernahm aber die Rezeption. Kosten Campingplatz: SKR 250 = € 26.08


 15.05.-16.05.2017

Abfahrt wieder um 09:15 bei erstmaliger Sicherung eines einzelnen, noch dazu eingezäunten Rentieres, erreichten wir nach 202km um 12:30 Uhr First Camp Lulea, wunderschöner, weitläufiger Campingplatz direkt am Meer. Der Rand war zugefroren und Louie fand unglaublichen Gefallen am Schneeflug. In der Nähe des Platzes eine Museums-Eisenbahn, der wir jedoch nur im Vorbeifahren huldigten, da wir hier Zeit brauchten, um einen Tierarzt aufzusuchen, der die für Norwegen und Finnland erforderliche Fuchs-Bandwurmtablette unserem Hund verabreichen sollte. Die Tierarztpraxis etwas anders als in Deutschland, die Behandlungsräume zwar ähnlich, jedoch scheint in Schweden das Hauptaugenmerk darauf zu liegen, Tiernahrung sowie sonstige Utensilien zu verkaufen. Um Kosten zu sparen, hatte ich die erforderliche Tablette bereits vom Tierarzt aus Deutschland mitgebracht. Hätte ich mir sparen können, glaube kaum, dass der Besuch noch teurer hätte werden können. Einziger Vorteil: Der Tierärztin war es egal, ob Louie die Tablette schluckte (was er selbstredend nicht tat).  Kosten Campingplatz: SKR 300 = € 31.30

 

 


16.05.-17.05.2017

Los ging es wieder um 09:15 Uhr zu einer längeren Etappe. Um die Mittagszeit passierten wir die Grenze nach Finnland und befanden uns nun in Lappland. Feststellen konnte man den Grenzübertritt nur an dem entsprechenden Schild, keine Grenzstation, nix. Eben sieht man noch Ikea und plötzlich, ruckizucki ist man in Euroland. Das Weihnachtsmanndorf in Rovaniemi, gegen 13:00 Uhr erreicht, mal wieder enttäuschend, großes Schild schon draußen, geöffnet ab 16.06.2017 – Pech gehabt. Nun, da wir schon mal hier sind, schnell rein in den Souvenirladen, der natürlich geöffnet ist und reichlich gekauft, schnell mit Louie um die 4 Ecken und weiter geht die Reise. Wir passieren eine sonderbar breite Straße, die – so mutmaßen wir – auch als Landebahn für Flugzeuge herhalten kann und plötzlich direkt an der Straße, die ersten Rentiere. Gegen 18:00 Uhr nach 597 km erreichen wir den Inari-See, der noch zugefroren ist und den dortigen Campingplatz. Rezeption geschlossen, man solle sich im 400m weiter gelegenen Hotel anmelden, erklärt uns ein dort gestrandeter Deutscher. Nachdem wir feststellten, dass das Sanitärgebäude geöffnet war und es noch am Wegesrand eine Steckdose für die Stromversorgung gab, verzichteten wir auf die abendliche Anmeldung. Kosten Campingplatz: € 27,00

 

 


 

17.05.-18.05.2017

Ab hier wurde die Tour geändert wegen evtl. nicht offener Campingplätze. Diesmal ging es schon um 09:00 Uhr los, vorbei am Hotel zum Zahlen (die waren dort überaus erstaunt ob so viel Ehrlichkeit, weshalb sie auch Bargeld bevorzugten) fuhren wir bei weiterhin stahlblauem Himmel durch die Landschaft Lapplands, passierten diverse Rentiere, die an der Straße das Gras fraßen, sahen interessante Briefkästen direkt an der Straße und erreichten nach nur 124 km gegen 11:30 Uhr Karasjok Camping. Dass es zwischendurch mal wieder eine Grenze gab und wir uns plötzlich mit Norwegerkronen befassen mussten, bemerkten wir nur durch Zufall. Hätten wir uns den  Tierarztbesuch in Schweden auch sparen können.  Und nicht nur den, denn der mitgebrachte Wein ging zur Neige und leider ist Norwegen Anti-Alkoholikerland. Kurz vor dem Campingplatz bei Durchfahrt des Städtchens sahen wir bereits Passanten in Tracht und wunderten uns, was hier wohl los sei. An der Rezeption (diesmal besetzt) wurde mir erklärt, es sei Nationalfeiertag und in der Stadt findet ein Umzug mit Musikkapellen etc. statt. Aha, das erklärt die Trachten. Der Platz, sehr schön gelegen, leider zum Spazierengehen mit Hund nicht so geeignet, was auch dem Wetter geschuldet war, da der Waldweg direkt am Platz leider zu schlammig war. Also Stuhl raus und draußen mal etwas hingesetzt, und dann hören wir Musik und sehen den Umzug von weitem. Abends bemerke ich dann auf der Kreditkartenabrechnung, dass die Stadtrundfahrt in Stockholm 5 x belastet wurde, na toll – schriftenglisch rauskramen und bitterböse mail schreiben war eins. Gerechterweise muss ich aber sagen, dass sofort geantwortet wurde und sämtliche Belastungen rückerstattet wurden.  Kosten Campingplatz: 230 NKR = € 24,22


 



18.05.-19.05.2017

Bereits um 8:15Uhr setzten wir unsere Fahrt fort in Richtung Nordkap. Nachdem der Himmel zunächst noch blau war,


bewölkte es sich zunehmend und es fing um 11:00 Uhr tatsächlich an zu regnen. Na bravo, nix ist mit Nordkap im Sonnenschein morgen. Den 6870m langen Nordkap-Tunnel, 212 m unter dem Meer verlaufend, fanden wir nicht sehr prickelnd, weil sehr eng und derartig dunkel, dass Fahrbahnmarkierungen, so sie denn überhaupt vorhanden waren, nicht mehr erkannt werden konnten. Den Campingplatz Kirkeporten Camping erreichten wir um 12:30 Uhr nach 266 km. Die Stellplätze waren noch nicht vom Schnee geräumt, auch die Zugänge zu den Hütten waren teilweise nicht geräumt. Vor der geschlossenen Rezeption ein Bauarbeiter, der zu maulfaul war, einem Auskunft über Öffnungszeiten zu erteilen. Beim Besuch des geöffneten Sanitärgebäudes traf ich jedoch die Putzfrau, die mir bedeutete, wir sollen unser Gespann einfach vor dem Gebäude hinstellen, dort befände sich auch die Steckdose und gegen Abend wäre dann die Rezeption besetzt. Da uns ohnehin nichts anderes übrig blieb, taten wir wie geheißen. Die Wettervorhersage versprach keinerlei Besserung für den nächsten Tag, ganz im Gegenteil, so dass wir uns entgegen unserer Planung für einen direkten Besuch des Nordkaps entschieden und das war gut so, denn um 14:00 Uhr hörte es auf zu regnen. Der Himmel war zwar grau und es war unglaublich stürmisch, aber zumindest trocken von oben. Auf der vom Schnee gut geräumten Straße begegneten uns bei Fahrt zum Kap diverse Reisebusse und wir freuten uns, dass wir diese Touristen nun dort nicht mehr zu sehen bekämen. Und tatsächlich, nachdem wir per Visacard den horrenden Preis für 24stündigen Aufenthalt am Kap entlohnt hatten, befanden wir uns mit nur noch einem anderen deutschen Paar mit Hund am Fotopoint, so dass wir uns wenigstens gegenseitig fotografieren konnten.


Nachdem wir genügend durchgefroren waren, sahen wir uns im Center noch einen Film an, wie Leute auf der Weltkugel sitzen und in den Sonnenuntergang schauen, was natürlich streng verboten ist und natürlich erstehe ich im Souvenirladen die obligatorische Tasse und ein Halstuch mit Capp-Motiv. Danach schauten wir uns das nahe des Campingplatzes gelegene Fischerörtchen Kirkeporten an und bummelten mit dem Hund dort etwas herum. Kosten Campingplatz: NKR 295 = € 31,07

 



19.05.-20.05.2017

Schnell vor Abfahrt um 09:15 Uhr noch einen Spaziergang Richtung Kirkeporten mit dem Hund gemacht, dabei ordentlich große Herden von Rentieren gesichtet, bevor es weiter ging in Richtung Kunes Camping, der um 14:30 Uhr nach 258km erreicht wurde. Rezeption auch hier wieder geschlossen, Sanitärhäuser ebenfalls. Allerdings erwischten wir auch hier wieder die Sanitärfachkraft, die uns erklärte, zum Bezahlen müssten wir in den Supermarkt des Ortes fahren, welcher aber erst um 16:00 Uhr öffne. Stromkästen waren jedoch offen und die Plätze geräumt und zugänglich. Also Wohnwagen aufgebaut und dann pünktlich zum Supermarkt. Auch hier großes Erstaunen, dass jemand zahlen wollte, allerdings bekam ich den Code und das Simsalabim des Schlosses vom Sanitärgebäude erklärt. Insgesamt gesehen ein sehr schöner Campingplatz mitten in der Pampa jedoch an der Durchgangsstraße, aber hier kaum Verkehr, daher schön ruhig. Es war kühl, jedoch trocken, so dass Spaziergänge mit Louie direkt an der Straße möglich waren und er fand natürlich, wie auch schon in Kopenhagen, direkt am Eingang des Platzes ein Bällchen eines anderen Zweibeiners, welches eine wunderbare Beute ergab. Kosten Campingplatz: NKR 250 = € 26,33

 




20.05.-23.05.2017          

Um 09:30 Uhr ging es los durch vollkommen leere Winterlandschaften per excellance, plötzlich unterbrochen von einem direkt an der Straße liegendem Wohnwagencamp (Romas?Sintis?) und erreichten um 12:00 Uhr nach 130 km pünktlich Tana Familiencamping. 

Wir wurden sehr freundlich empfangen, es wurde versprochen, die Rezeption offen zu lassen, da das wlan netz nicht den kompletten Platz abdeckt. Hier blieben wir 3 Tage, da es in der Umgebung einiges zu besichtigen gab. Nachmittags unternahmen wir noch eine Rundfahrt nach Nesseby und Vardo, ich besichtigtigte mit Louie die Festung Vardohus und freuten uns über den Ledebil, der uns an Baustellen vorbeilotste. Beim Frühstück sind wir sehr erstaunt, als plötzlich ein Helicopter direkt vom Platz aus startet, den wir vorher überhaupt nicht sahen. Am nächsten Morgen dann ging es nach Kirkenes, keine ansprechende Stadt an der Grenze zu Russland. Dann wollten wir zur Grenzstation Jakobselv, die wir jedoch nicht erreichten, da plötzlich die Straße gesperrt war,

staunten jedoch unterwegs über Eisangler mitten auf dem zugefrorenen See auf ihrem Motorschlitten sitzend und ihr Mittagsmahl genießend. Am nächsten Tag fuhren wir nach Tana bru und kauften dort im Shop Seife und zwei paar Ohrringe aus Silber. Kosten Campingplatz: NKR 720 = € 75,83



23.05.-25.05.2017

Um 09:15 Uhr ging es wieder los wieder über Finnland  und weiter nach Norwegen (jeweils ohne Grenzstation) und nach 385km erreichten wir gegen 15:00 Uhr Camp Alta, unsere nächste Station für zwei Übernachtungen. Unterwegs hatte ich dann eine Beobachtung, die mich überhaupt nicht wieder losgelassen hat. Rechts des Weges nämlich, immer Ausschau haltend, ob nicht doch vielleicht ein Elch des Weges kommt, sehe ich doch an einem Drahtmaschenzaun, der den Wald abgrenzte, so einen armen Elch, der sich mit seinem Hinterlauf im oberen Feld des Zaunes verfangen hatte und dort nicht wieder rauskam und vermutlich tot dort hing.

Am nächsten Morgen brachen wir auf und fuhren nach Hammerfest. Unterwegs staunten wir über einen verunfallten PKW aufgesetzt auf einem Schneehaufen. In Hammerfest angekommen sahen wir die Deutschland im Hafen liegen, erkundigten uns bei Google und erfuhren, das sei das Original-Traumschiff. An Bord standen unglücklich ins Regenwetter schauende Traumschiffreisende, die sich Hammerfest wohl ebenfalls schöner vorgestellt hatten. Wir hatten natürlich keine Liegegebühren zu entrichten, fuhren etwas langsamer, bis die Sonne wieder etwas durch die Wolken linste, was die nördlichste Stadt der Welt aber auch nicht verschönern konnte. Zum Campingplatz: Dieser ordentlich gepflegt, oh Wunder, die Rezeption besetzt und mit dem Hund konnte man prima spazieren gehen. Dabei knüpfte Louie Kontakt zu einem Yorkshiremädchen, deren Besitzerin uns riet, den nächsten Campingplatz lieber nicht zu nehmen, sondern weiter zum Skittenelv zu fahren.  Kosten Campingplatz: NKR 540 = € 56,87


25.05.-27.05.2017

Um 09:10 Uhr losgefahren, eine kurze Fährstation absolviert und an der Fährstation Olderedalen-Lyngseidet um 13:30 Uhr  erreichten wir nach 329km unser nächstes Ziel um 17:00 Uhr, Skittenelv Camping etwas entfernt von Tromso. Tatsächlich: Rezeption geöffnet und deutschsprachige Begrüßung. Sehr schönes Familienbad, wie es die Bekannte vom letzten Campingplatz versprochen hatte. Allerdings weniger schön die Hinterlassenschaften sämtlicher im Vorjahr dort beurlaubten Hunde, sonderbarerweise kleinerer Rassen, dafür direkt am Strand gelegen. Am nächsten Morgen starteten wir zur Besichtigung von Tromso. Das Wetter war zwar trocken, dennoch nicht so prickelnde Sicht, dass es sich gelohnt hätte, die Seilbahn auf den Berg zu nutzen. Also landeten wir versehentlich erst einmal unterirdisch in einem Tunnelsystem, welches nach unterirdischem Kreisel plötzlich in einem angeschlossenen Parkhaus mündete, aus dem wir erst wieder nach Bargeldeinwurf (tatsächlich ohne irgendein Kartensystem) wieder hinausfanden. Tromso selbst eine moderne, unspektakuläre Stadt, die von der Eiskapelle überragt wird, die selbstredend, als wir sie besichtigen wollten, geschlossen war. Dann wieder zurück zum Camping und mit Louie einen Strandspaziergang gemacht, dabei auf eine Kolonie Austernfischer gestoßen, wie Google mir verriet.   

 


Lou probierte die Wassertemperatur mal wieder und dann mussten wir noch einkaufen. Auf dem Weg dorthin, glaube ich doch plötzlich meinen Augen nicht zu trauen, erkenne ich im Sund nach Tromso ein U-Boot, was wohl gerade aufgetaucht war. Bei der abendlichen Sicherung der Fotos kam noch heraus, dass die Deutschlandflagge gehisst war. Beim Zurückfahren dann mussten wir eine Vollbremsung wegen eines Schneehasen hinlegen, der urplötzlich auf die Straße lief. Beim Strandspaziergang trafen wir noch auf das Skelett eines Steinbeissers, der mit seinen riesigen Zähnen selbst Louie Angst einjagte. Kosten Campingplatz: NKR: 600 = € 63,19


 

27.05.-28.05.2017

Abfahrt um 09:10 Uhr erreichten wir der E 6 folgend bei wunderschönem Wetter (da sieht Tromso um Längen besser aus) über Stursteines nach 329km um 13:30 Uhr unser nächstes Ziel, Fjordbotbn Camping direkt am See. Rezeption nicht besetzt, da wir vorher online jedoch Kontakt aufnahmen, war uns das bekannt. Stromanschlüsse offen, Standplätze ok, die Sanitäranlagen …na ja. Da das Wetter so schön war, starten wir gleich noch zu einer Rundfahrt der Halbinsel Senja, die übrigens sehr schön ist und stehen plötzlich vor stinkenden großen mit Netzen behangenen Gestellen. Natürlich muss ich der Sache und dem Gestank auf den Grund gehen und was finde ich statt der erwarteten Trockenfische? Fischköpfe, Fischköpfe und nochmals Fischköpfe. Na auch hier wusste natürlich Google, wohin nach Afrika diese für welchen Preis verkauft werden. Die kleine vorgelagerte Insel Husoy erkundeten wir mit dem Subi sehr genau. Zurück auf dem Platz sehe ich mir diesen etwas genauer an, finde Waschmaschine und Trockner und da ja keiner an der Rezeption war, wasche und trockne ich hier kostenlos mal auf die schnelle eine Maschine Wäsche. Johannes hat hier dann nächtens die Mitternachtssonne versucht einzufangen. Und hier merkten wir auch, dass der Mover defekt war. Kosten Campingplatz: NKR 240 = € 25,28



28.05. - 29.05.2017

Abfahrt um 09:00 Uhr nach 361 km durch wunderschöne Landschaft direkt am Meer - mit unvermittelter Sichtung eines Fischotters, der aus dem Wasser kommend, ursprünglich auf die Fahrbahn laufen wollte, dieses Vorhaben aber aufgab, als er uns sah - um 16:oo Uhr Harstad Camping erreicht. Hier gibt es richtig professionelle Standplätze, keinerlei besetzte Rezeption, was wir ja bereits gewohnt sind. Abends jedoch kommt jemand an den Wohnwagen und kassiert mittels mitgebrachtem Gerät per Visacard. Dumm nur, dass erst ab diesem Zeitpunkt wlan-empfang möglich war. Kosten Campingplatz: NKR 290 = € 30,50

 


29.05.-31.05.2017

Abfahrt 09:15 Uhr erreichen wir nach 230 km um 14:00 Uhr Midnattsol Camping Bleik auf Andoya. Bei Ankunft ist es kühl, jedoch der Himmel scheint blau zwischen den Wolken hervor und so mache ich mit Louie zunächst mal einen Spaziergang an den Strand.

 

Da laust mich beim Zurückgehen doch der Affe, taucht plötzlich schon wieder ein Fischotter auf und verschwindet, bevor ich die Kamera zücken kann, im Meer. Danach schnell ins Städtchen, weil hier wollten wir eigentlich eine Walsafari buchen, allerdings machte uns der deutsche Verkäufer dieser Touren keinerlei Hoffnung für die nächsten Tage, da sehr schlechtes Wetter angesagt und somit hoher Seegang erwartet würde. Das war es denn auch mit der Mitternachtssonne und dem noch besseren Foto, na ja. Am frühen Nachmittag kam das schlechte Wetter dann auch mit Macht, es stürmte, regnete, schneite und hinter dem Schnee kam dann die Sonne wieder raus. Kosten Campingplatz: NKR 470 = € 49,50


31.05.-03.06.2017          

Pünktlich um 09:00 Uhr ging es wieder los und nach nur 138 km erreichten wir um 11:30 Uhr Gullesfjord Camping. Rezeption mal wieder nicht besetzt, na ja, kennen wir schon. Stromanschlüsse sind wieder da, Sanitärgebäude entdecken wir auch, also Wohnwagen aufgebaut und gut. Das Wetter besserte sich etwas und so fuhren wir mittags ein wenig Landschaft betrachten und genau hier am Raftsund haben wir dann die zwei Elche gesehen, einer graste ganz gemächlich in direkter Nähe der Wohnhäuser am Straßenrand und tat uns den Gefallen, schön langsam die Straße zu passieren, damit ich ihn auch ordentlich filmen konnte, um dann mit seiner Freundin, die auf der anderen Straßenseite wartete, zu verschwinden.



Etwas weiter konnten wir wieder einen dieser herrlich angelegten Parkplätze bewundern, die sehr abwechslungsreiche Laufwege hin zu den Sehenswürdigkeiten der Natur bieten. Hier setzte ich dann auch einen Stein auf ein schon existentes Steinmännchen, auf dass die norwegischen Trolle recht ärgerlich sind. Am nächsten Morgen, der Himmel war leider immer noch bewölkt, ging es dann in Richtung Lofoten. In Henningsvaer erstand ich die erforderlichen Souvenirs, um die Mittagszeit besichtigten wir das Wikingermuseum, bestaunten abermals die karibischen Strände hier und richtig, hier hinten auch die getrockneten Kabeljaus. Ganz besonders angetan hat es mir das kleine Fischerdorf Nusfjord. Die Lofoten sind einfach herrlich durch das Farbenspiel des Meeres und zu dieser Zeit natürlich durch die Ruhe. Keinerlei Kreuzfahrtschiffe trübten das Vergnügen. Dann machten wir noch einmal Halt an einem dieser herrlich weißen Sandstrände, wo Louie mal wieder ohne Leine rumtoben konnte. Sogar ein Toilettenhäuschen war hier zu finden.

Abends auf dem Campingplatz, der übrigens an kleineren Seen lag, ergaben sich dann herrliche Fotomotive. Taghelle Fotos um 22.30 Uhr geschossen, unglaublich. Kosten Campingplatz: NKR 800,00 = € 84,25.

 


03.06.-04.06.2017

Um 08.50 Uhr wurde losgefahren, die 196 km erledigten sich zügig und gegen 13:00 Uhr kamen wir nach erneuter Fährüberfahrt Olderedalen-Lyngseidet/Svensby-Breivikeidet auf Fauske Camping an. Heute natürlich wieder stahlblauer Himmel. Sofort fuhren wir wieder los zum Saltstraumen, den stärksten Gezeitenstrom der Welt, der sich bei diesem herrlichen Wetter von seiner allerschönsten Seite zeigte.

 


Hier trafen wir übrigens zum letzten Mal unsere holländischen Reisegefährten mit ihrer alten Ente, denen wir schon seit Tromso immer mal wieder begegneten. In Tromso konnten wir beobachten, dass diese sich eine dieser Hütten auf den Campingplätzen mieteten.  Außerdem sahen wir hier Elch Nr. 3, diesmal einen Herrn der Schöpfung mit Schaufel auf dem Kopf, der sich an diesem herrlichen Tag ganz entspannt in unmittelbarer Nähe eines Hauses sonnte.  Kosten Campingplatz: NKR 320 = € 33,70



 04.06.-05.06.2017

Abfahrt um 09:10 Uhr erreichen wir nach 316 km um 15:00 Uhr Storforsen Camping. Die Sonne lachte vom stahlblauen Himmel und wir fuhren mal wieder durch unberührte Natur, hielten natürlich am Arctic Circle, welches sich malerisch in den hohen Schnee einfügte. Auch hier natürlich wieder Souvenirshop inclusive. Dann kamen die ersten richtig großen Fossen, die hier noch ausgiebig bewundert wurden. Der Campingplatz hatte, man glaubt es kaum, eine besetzte Rezeption, war zwar unmittelbar an der Straße gelegen, es boten sich jedoch wunderbare Spaziergänge mit Louie von hier in den Wald an und hier fand ich als Erinnerung an die Begegnungen mit den Fischottern einen solchen an der Rezeption. Kosten Campingplatz: NKR 250 = € 26,33


05.06.-07.06.2017

Los ging es um 09:05 Uhr und es regnete. Gegen Mittag kam dann die Sonne wieder raus und nach 342 km erreichten wir um 14:30 Uhr Storsand Gard Camping, nahe bei Trondheim. Nach dem vielen, bereits erlebten Schnee sahen wir hier zum ersten Mal Tulpen blühen. Ein großer, sehr gepflegter Campingplatz, professionell geführt und direkt am Meer. Zwischenzeitlich war der Himmel wieder blau und es gab einen wunderbaren Sonnenuntergang, natürlich etwas später als Zuhause. Am nächsten Tag ging es morgens bei herrlichem Wetter mit dem Auto nach Trondheim zwecks Besichtigung des Nidaros-Domes, ja….. er war tatsächlich offen, weil gegen Eintrittsgebühr zu besichtigen. Danach dann direkt zur alten Zug-Brücke hin zum Fotopoint der ehemaligen Lagerarbeiterhäuser der Altstadt, welche auf Holzstelzen stehen. Zweimal versuchten wir noch eine andere Kirche, die empfehlenswert beschrieben war, zu besuchen, jedoch erfolglos, weil jedesmal geschlossen. Trondheim ist eine sehr schöne Stadt. Kosten Campingplatz: NKR 720 = € 75,83.




07.06.-08.06.2017

Um 08:50 Uhr losgefahren, beträgt die heutige Etappe 313km, wieder vorbei an herrlicher Natur mit schönen Aussichtspunkten versehen, die auch mit Wohnwagengespann angefahren werden können und wir erreichten nach kargen Landschaften im Oppland um 14:00 Uhr Elstad Camping. Hier besichtigen wir sogleich unsere erste Stabkirche, die von Ringebu. Wir sind ordentlich beeindruckt, eine sehr schöne Kirche. Rezeption erst abends besetzt, dann aber deutschsprachig. Abends und Nachts gab es ordentlich Regen. Kosten Campingplatz: NKR 280 = € 29,09



08.06.-11.06.2017

Um 09:30 Uhr gestartet fahren wir 204 km und erreichen um 14:00 Uhr Trollveggen Camping NAF. Die Landschaft ist plötzlich sattgrün nur unterbrochen von einem Wasserfall nach dem anderen. Und alle spritzen und brodeln und sehen sehr gefährlich aus.   

 

Das kommt davon, wenn man sich den längsten schneereichsten Winter Skandinaviens zum Besuch aussucht. Das Wetter war ganz passabel, weshalb wir gleich noch einmal losfuhren um uns einige Wasserfälle noch genauer zu betrachten.



Dann entdeckten wir noch ein kleines Museumsdorf, wo ein Wasserkraftbetrieb nachgebildet war, natürlich geschlossen, aber alles frei zugänglich. Sehr schön. Am nächsten Tag starteten wir eine Tour bei schönem Wetter zum Antlanterhavswegen, sehr reizvolle Landschaft. Unterwegs erfuhren wir, dass hierzulande ein Maurer der Murmeester ist und es diverse Rohrleggermeester und Malermeester gibt. Molde und Kristiansund haben wir durchfahren. Einen Tag später regnet es natürlich wieder, wir ruhen etwas und beschließen dann aber gegen Mittag trotz Regen den Trollstigen zu erkunden, damit die Fahrt dort rüber mit Wohnwagen etwas entspannter vonstatten gehen kann. Jede Kurve wird hinreichend fotografiert, wer weiß, wie schlimm das Wetter morgen ist. Campingplatz übrigens sehr schön, direkt an einem Fossen gelegen und gepflegt. Kosten Campingplatz:  NKR 810 = € 85,31



11.06.-13.06.2017

Um 08:15 Uhr ging es los, das Wetter hatte sich beruhigt, der blaue Himmel lugte zwischen Wolken hervor, super – nochmal jede Kurve fotografieren, sogar einen Regenbogen fängt die Kamera ein. Es war gut, so früh gefahren zu sein, es kommt kaum einer entgegen und wir haben mit Gespann freie Fahrt.

Um 09:20 Uhr bereits befinden wir uns oben auf der Plattform um ausgiebig unsere Trollstigen-Bezwingerleistung zu bewundern. Lou legt den Trollen noch schnell ein Ei, bevor ich den Souvenirshop plündern muss.

 

 


Die Weiterfahrt geht wieder mal durch Schneefelder und wir sahen auch Skiwanderer. Mittags um Schlag 12:00 Uhr erreichen wir nach nur 99km Geiranger Camping, direkt an gleichnamigen Fjord. Direkt davor und mitten drin ein TUI Dampfer, der stinkt und Krach macht und diesen winzigen Ort mit seinen Passagieren förmlich erstickt. Als wir mittags noch einmal zum Fotografieren losfahren, sehen wir, dass ein zweites Kreuzfahrtschiff eingelaufen ist, welches weiter hinten ankern muss. Abends um 17:00 Uhr erklingen Trompetensignale, glücklicherweise läuft nun endlich der TUI Dampfer aus, der andere, der seine Passagiere ohnehin nicht von Bord bekam war bereits wieder verschwunden und es ist Ruhe im Ort. Sofort stürme ich los, um die 5 Häuser zu erkunden und Souvenirs zu erstehen. Himmlisch, diese Ruhe. Für den nächsten Tag dann wollen wir mit der Fähre eine kurze Fjord-Fahrt unternehmen, natürlich regnet es. Trotz Regen war es sehr informativ durch die mehrsprachigen Ausführungen des Fährschiffes. Vorrübergehend bessert das Wetter sich etwas und wir fahren Landschaft schauen und sehen weitere Traumschiffe in günstigeren Fjörden liegen. Wieder zurück am Campingplatz liegen bereits zwei neue Dampfer im Fjörd. Bloss weg hier. Kosten Campingplatz: NKR 570 = € 60,03


13.06.-17.06.2017

Um 08:40 Uhr starten wir für 245  km. Unterwegs haben wir das Glück, eine weitere Stabkirche Lom besichtigen zu können, der Parkplatz war groß genug, um mit dem Gespann dort stehen zu können, eine der größeren, sehr schöne Stabkirche in Lom. Weiter ging es durch herrlich einsame, teilweise sehr karge Gebirgslandschaften, passieren wir wieder einige Skiwanderer und erreichen um 14:00 Uhr Camping Kjornes. Am nächsten Morgen ist es trocken und wir fahren los, den Nigardsbreen, einen Gletscher zu bewundern. Man kann bis an einen kleineren See fahren, dort für lau mit einem Motorboot übersetzen und dann über Stock und Stein wie eine Gemse versuchen, den Gletscher zu erreichen. Er ist von prächtig blauer Farbe und je näher wir kommen, desto verblüffter sind wir, denn dort oben finden geführte Bergtouren statt. Muss das sein? Warum muss der Mensch denn die letzten Naturwunder mutwillig mit seinen Bergschuhen zerstören? Wieso muss auf einem Gletscher rumgelaufen werden? Frustriert wende ich mich also kurz vorher ab und drehe um und nun erst sehen wir, dass es durch kleine Punkte gekennzeichete Wege gibt, die diesen Namen eigentlich auch nicht verdienen, die uns aber immerhin wesentlich schneller wieder zurück zum Motorboot bringen. Dann fahren wir mit einer kleineren Fähre zur nächsten, der Urnes-Stabkirche, welches die weltälteste Stabkirche sein soll. Dann geht es wieder mit der Fähre Ornes-Solvorn zurück zum Campingplatz. Dieser ist übrigens sehr schön, getrennte Stellplätze für Wohnanhänger und Wohnmobile direkt an einem Fjord gelegen. Rezeption besetzt. Am Morgen des nächsten Tages fahren wir durch den 24,5km langen, um die Kreisel blau ausgeleuchteten Laerdalstunnel nach Flam Stalheimsklava, um Eisenbahn zu fahren. Nun müssen wir jedoch leider noch gute zwei Stunden warten, bevor wir dran sind, daher fahren wir noch etwas rum. Die Undreal-Stabkirche ist leider geschlossen, so bummel ich ein wenig durch das Städtchen und erstehe in einem Laden diesen braunen, karamellierten Ziegenkäse Geitost. Dann aber geht es los und wir 3 sitzen im Zug und lauschen den Erklärungen hierzu. Eine sehr entspannte Zugfahrt durch herrliche Natur. Am nächsten Tag besichtigen wir eine weitere Stabkirche dir Borgund-Kirche mit angeschlossenem Museum. Sie gilt als die besterhaltenste Stabkirche mit den meisten Teilen im Originalzustand. Dann folgen wir dem Kongevegen, also dem alten Königsweg, eine wunderschöne Tour kommen wir auch noch an einem historischen Städtchen, Laerdalsoyri vorbei mit 160 unter Denkmalschutz stehenden Holzhäusern. Kosten Campingplatz: NKR 1120 = € 117,96



17.06.-19.06.2017

Um 08:40 Uhr starteten wir die 208 km lange Etappe, mit Fähre Helle-Vangsnes zum Lone Camping A/S, den wir um 14:00 Uhr erreichten. Hier hatten wir einige Schwierigkeiten einen halbwegs geeigneten Platz zu finden, der trocken genug war, um den Wohnwagen unterzubringen, durch den Dauerregen der letzten Tage war alles reichlich unter Wasser. Unterwegs sichteten wir von weitem eine weitere Stabkirche, fuhren durch einsame Gebirgslandschaften, die teilweise noch schneebedeckt waren, begegneten beeindruckenden Oldtimern,

sahen Wildwasser-Rafter. Am nächsten Morgen bei bedecktem Himmel fuhren wir nach Bergen, um eine Stadtrundfahrt zu machen. Den roten Bus fanden wir sofort, es klappte alles und wir genossen die Fahrt. Danach bummelten wir zum Fischmarkt und gönnten uns zu zweit einen Teller mit allerlei Fischigem. Anschließend wurden noch 3 Salamis erstanden aus Wal, Ren und Elchfleisch und, da leider wieder Regen einsetzte, fuhren wir zurück Richtung Campingplatz, nicht ohne vorher noch bei der Fantoft-Stabkirche vorbeizuschauen. Diese wurde jedoch nur von mir allein besichtigt, da Johannes keinen Parkplatz in der Nähe auftreiben konnte. Und natürlich, als wir zum Campingplatz zurückkommen, wer steht dort schon bereit? Ein Hotelbus jener Firma, die uns bereits in Burgos/Spanien begegnete. Kosten Campingplatz: NKR 660= € 69,51


19.06.-20.06.2017

Um 08:40 Uhr bereits ging es los zur 135km Etappe zum Kinsarvik Camping. Hier kamen wir um 12:00 Uhr bereits an. Hier stellten wir erstmalig fest, dass diese Strasse mit Wohnanhänger zu fahren, wohl nicht die glücklichste Idee war, da sie sehr schmal und mit nur wenigen Ausweichmöglichkeiten bestückt, war. Vorbei am Hardangerfjord durchfuhren wir abermals beeindruckende Tunnelanlagen mit blau ausgeleuchteten Kreiseln. Der Platz selbst lag oberhalb des Meeres und der Ort Kinsarvik war fußläufig zu erreichen. Allerdings schüttete es aus Kübeln. So sehr und lange, dass Louie durch den Regen spazieren gehen musste, was er ja äußerst ungern tut. Kosten Campingplatz: NKR 310= €32,65


 

20.06.-23.06.2017

Wir starteten wegen des engen Sträßchens erneut recht früh um 08:40 und durchfuhren wieder die schönen Tunnel, anfangs regnete es noch, später kam dann die Sonne wieder zum Vorschein. War ja ganz klar, dass auf diesem engen Strässchen ausgerechnet heute ein Schwertransporter entgegenkommt und Johannes das Gespann erst einmal rückwärts in eine dürftige Lücke fahren musste. Puh, nochmal geklappt. Danach natürlich kommt ein polnischer LKW und dermassen nahe, dass wir festgefahren stehenbleiben müssen und nach ettlichen Fehlversuchen der Wohnwagen abgekoppelt werden musste, damit es endlich weitergehen konnte. Nach 332km erreichten wir Drammen Camping um 15:00 Uhr. Der Campingplatz sehr schön an einem Flußufer gelegen, stadtnah aber sehr ruhig und wunderschöne Spazierwege vom Campingplatz direkt am gepflegten Uferweg entlang. Rezeption zwar nicht besetzt, jedoch erschien der Pächter sofort nach Ankunft. Der Regen hatte sich verzogen und es war wieder trocken und auch warm. Am nächsten Morgen starteten wir also zu einer Besichtigung der nächsten Stabkirche. Unterwegs hielten wir in einem Bergbaustädtchen Kongsberg, um dort die prächtige Kirche zu besichtigen, die tatsächlich offen war. Die Heddal-Stabkirche ist die größte Stabkirche Norwegens und es machte Spass, diese mal bei strahlendem Sonnenschein zu besichtigen. Danach ging es wieder zurück zum Campingplatz, um endlich mal draußen den warmen Resttag zu genießen. Der nächste Tag war trocken und warm und so starteten wir morgens, um uns Oslo anzusehen. Direkt am Bahnhof fanden wir den roten Citybus und wir genossen die ausführliche Stadtrundfahrt. Am Vortag frage ich bei Google nach, was denn noch sehenswert in dieser Gegend sei und er schlug vor, den Spiraltunnel mal auszuprobieren, der auf einer Länge von 1,6km mit 7 Kehren den weltweit größten Drehwinkel hat. Auch ganz interessant gewesen und der Blick vom Berg war auch sehr schön. Der restliche Tag wurde im Sonnenschein auf dem Campingplatz verbracht. Hier buchten wir online auch die Fähre nach Dänemark. Der freundliche Pächter des Platzes druckte mir die Reservierungsbestätigung noch aus. Kosten Campingplatz: NKR 870 = € 91,63


23.06.2017-24.06.2017

Da es nicht weit zur Fährstation war, starteten wir erst gegen 11:00 Uhr, fuhren 106 km und erreichten die Fährstation Larvik-Hirtshals um 13:00 Uhr. Dort mussten wir dann noch bis 17:00 Uhr warten, wurden jedoch an der Station sofort mit Namen begrüßt und unproblematisch in den Bauch der Fähre gewunken. Gegen 21:30 Uhr kamen wir dann in Dänemark an, fuhren noch 156 km durch das von Johannifeuern verstrahlte Dänemark und übernachteten auf einem Autobahnrastplatz der E 45 gegen 23:30 Uhr. Kosten: 0,00 lediglich ein kleineres Frühstück mit Cafe to go wurde für die letzten übrig gebliebenen DKR erstanden.


24.06.2017-01.07.2017

Um 08:30 Uhr losgefahren erreichten wir nach 224 km um 11:00 Uhr Camping Mitte in Medelby. Ein sehr schöner Campingplatz etwas abseits der Straße mit gutem Sanitärgebäude und Free wlan (ein wahres Wunder für die Servicewüste Deutschland - aber natürlich: Betreiber sind Dänen). Am nächsten Tag bei blauem Himmel fuhren wir los, um uns Flensburg anzusehen und Nicos Punkt dort einmal guten Tag zu sagen. Flensburg ist eine erstaunlich schöne Stadt und wir bummelten durch die Fußgängerzone und da gerade Mittagszeit, setzten wir uns direkt an den Brunnen in ein Gartenlokal und bestellten Krabbensuppe. Leider wurde es damit nichts, die Bedienung erklärte, die Krabben seien einfach zu teuer geworden. Also gab es eine lecker Ofenkartoffel mit Champignons und Salat sowie einem gepflegten Flens. Am darauffolgenden Tag hatten wir uns mit Knacki und Marion in Büsum verabredet, wollen doch mal sehen, wo die beiden schon seit Jahren ihren Urlaub verbringen. Um 11:00 bereits erreichen wir Büsum und obwohl das Wetter nicht so ganz prächtig war, versagt uns fast die Stimme ob der vielen Strandwanderer bzw. des vollkommen überfüllten Städtchens. Dennoch essen wir noch eine leckere Finkenwerder Scholle und machen nach noch einem Eis, dass wir wieder weg kommen. Nee, das ist nicht unsere Welt. Von Schleswig-Holstein selbst jedoch sind wir mehr als nur angenehm überrascht. Am nächsten Tag dann bei herrlichem Sonnenschein fahren wir nach Glücksburg. Schlossbesichtigung entfällt wegen Louie, aber dennoch von außen zumindest, alles gesehen. Auf der Rückfahrt erfreuen wir uns an den Reetdächern, Windmühlen und der herrlichen Landschaft des plattdeutschen …. Nächster Tag: Schleswig steht auf dem Programm, der St. Petri Dom soll sehenswert sein. Ist er durchaus, ebenso wie Schleswig selbst. Ein sehr schönes Städtchen und kaum Touris unterwegs. Dann fahren wir noch nach Kappeln an der Schlei, wo eine Zugbrücke jede volle Stunde geöffnet wird und schauen uns das Schauspiel bei frischen Fischbrötchen genüsslich an. Nebenan hat die Angelner Dampfeisenbahn eine Station, die wir uns ansehen, danach fahren wir wieder etwas relaxen und Google befragen, was morgen noch zu erkunden sei. Am nächsten Morgen leider kein sehr schönes Wetter, dennoch fahren wir los über den Grenzübergang Rosenkranz nach Dänemark, denn wir möchten auf die Insel Romo. Über einen langen und kostenfreien Damm erreichen wir die Insel und kommen dann irgendwann tatsächlich an einen Autostrand. Leider hält das Wetter nicht mehr, dennoch muss Louie mal kurz raus und diesen einmaligen Strand an der Nordseeküste sehen, der zum Lakolkstrand führt. Dann fahren wir noch zum Logumkloster, ein Zisterziensermönchskloster, sehr schön und kostenfrei zu besichtigen. Anschließend geht es bei Dauerregen über Nordstrand nach Husum. Nun reicht es aber mit Dämmen und Schafen und Tralala, morgen geht es wieder Richtung Heimat. Kosten Campingplatz: € 140,00

 

 

 

 


01.06.-02.06.2017

Abfahrt um 08:30 Uhr erreichen wir nach 370 km das Seecamp-Derneburg um 15:15, werden sehr freundlich empfangen, zu unserem Platz geleitet, bekommen den Code für den Türöffner und haben auch kostenfreies Wlan, abends essen wir sehr gut im Restaurant des Campingplatzes.  Kosten Campingplatz: € 26,00


  

02.07.2017

Abfahrt um 09:15 Uhr erreichen wir nach 321 gefahrenen km um 14:00 Uhr unseren Heimathafen.


Zwischenergebnis:   83.263 Wowa-Km, 1.084 Wowa-Übernachtungen